Die polnische Nationalmannschaft hat das hart umkämpfte Playoff-Spiel zur Fußball-Weltmeisterschaft gegen Albanien mit 2:1 gewonnen. Nach einem überraschenden Rückstand zur Halbzeit rissen Superstar Robert Lewandowski und Piotr Zielinski die Partie an sich und bewahrten ihr Team vor dem vorzeitigen WM-Aus.

Albanien bestraft polnische Fehler eiskalt

Dabei sah es im heimischen Stadion lange Zeit nach einer faustdicken Überraschung aus. Zwar begannen die favorisierten Hausherren mit viel Offensivdrang und verpassten in der Anfangsphase durch Lewandowski und einen Kopfball von Jan Bednarek, der auf der Linie geklärt wurde, nur knapp die Führung. Doch nach etwa zehn Minuten verflachte die Drangperiode der Gastgeber zusehends. Die albanische Auswahl stand defensiv enorm kompakt und lauerte geduldig auf Fehler – mit Erfolg.

Kurz vor dem Pausenpfiff passierte das, was aus Sicht der Polen unbedingt vermieden werden musste: Ein folgenschwerer Patzer von Verteidiger Bednarek bei der Ballannahme brachte Arber Hoxha in eine optimale Position. Der 27-jährige Angreifer fackelte nicht lange, umkurvte Polens Schlussmann Kamil Grabara routiniert und schob in der 42. Minute zur viel umjubelten Führung für den Underdog ein. Zu diesem Zeitpunkt durfte Albanien ernsthaft von der allerersten WM-Teilnahme der Verbandsgeschichte träumen.

Superstar Lewandowski leitet die Wende ein

Auch nach dem Seitenwechsel schrammte Albanien nur haarscharf an einer Vorentscheidung vorbei. Nedim Bajrami ließ nach einem blitzsauberen Konter die riesige Chance auf das 2:0 ungenutzt, als er den Ball aus aussichtsreicher Position über das gegnerische Gehäuse jagte. Im internationalen Spitzenfußball rächen sich solche Nachlässigkeiten meistens prompt – so auch in diesem Duell.

Nach gut einer Stunde trat der Star des FC Barcelona auf den Plan. Bei einer Ecke schraubte sich Robert Lewandowski energisch in die Höhe, setzte sich im Zweikampf durch und köpfte zum 1:1-Ausgleich ein (63.). Albaniens Torhüter Thomas Strakosha machte bei dieser Aktion eine denkbar unglückliche Figur, da er die Flugkurve des Balles unterschätzte. Dieser Treffer war der sprichwörtliche Dosenöffner für die formstarken Osteuropäer.

Nur zehn Minuten später sorgte Piotr Zielinski mit einem sehenswerten Kunstschuss für die endgültige Wende zugunsten der Polen (73.). Obwohl die Gäste bis zum Schluss tapfer kämpften und noch eine hochkarätige Möglichkeit durch Einwechselspieler Stavros Pilios verzeichneten, rettete Grabara mit einer starken Fußabwehr den knappen Vorsprung über die Zeit. Mit diesem hart erkämpften Heimsieg ziehen die Polen in das entscheidende Playoff-Finale ein und dürfen weiter auf das Ticket für die Endrunde hoffen.

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