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Die Schweizer Nationalmannschaft startet am Samstag in San Francisco gegen Katar in die Weltmeisterschaft 2026. Das Team von Nationaltrainer Murat Yakin geht als klarer Favorit in die Auftaktpartie der Gruppe B und hat ein klares Ziel: Mit einem stark eingespielten Kader soll der langjährige Achtelfinal-Fluch endlich durchbrochen werden.

Ein hartnäckiger Fluch und die Pflichtaufgabe in Gruppe B

Die Eidgenossen sind bei den globalen Endrunden mittlerweile eine feste Größe, doch die K.o.-Phase glich zuletzt einer unsichtbaren Mauer. Bei den vergangenen drei Weltmeisterschaften war stets im Achtelfinale Schluss. Während 2014 (gegen Argentinien) und 2018 (gegen Schweden) knappe Niederlagen das Aus bedeuteten, endete das Turnier in Katar 2022 mit einer herben 1:6-Niederlage gegen Portugal.

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Dieser Stachel sitzt tief bei der Goldenen Generation. Nach einer überzeugenden Europameisterschaft 2024 in Deutschland steht Coach Murat Yakin nun vor der Aufgabe, seine Mannschaft beim XXL-Turnier in Nordamerika unter die besten acht Teams zu führen. In der Gruppe B wartet mit dem asiatischen Vertreter Katar ein machbarer Auftaktgegner, bevor es gegen Bosnien-Herzegowina und Kanada um den Gruppensieg geht.

Defensive Stabilität durch geballte Bundesliga-Erfahrung

Der große Trumpf der Alpenrepublik ist die herausragende Eingespieltheit. Die Nati marschierte ungeschlagen durch die Qualifikation und kassierte dabei lediglich zwei Gegentreffer. Die Basis dieses Erfolgs bildet ein Fundament aus Akteuren mit reichlich Bundesliga-Historie. Gleich 17 Spieler im aktuellen Aufgebot verdienen oder verdienten ihr Geld im deutschen Oberhaus.

Das Herzstück der Mannschaft besteht aus unumstrittenen Leistungsträgern wie Torhüter Gregor Kobel, Abwehrchef Manuel Akanji und Mittelfeld-Motor Granit Xhaka. Mit Xhaka (144 Länderspiele) und Ricardo Rodriguez (136) lenken zwei absolute Rekordspieler das Geschehen auf dem Platz. Während acht Kernspieler praktisch unersetzlich sind, drängen junge Talente nach. Besonders Johan Manzambi vom SC Freiburg hat sich als Senkrechtstarter in den Fokus gespielt und streitet mit Italien-Legionär Michael Aebischer sowie Fabian Rieder um den letzten freien Platz in der Startelf.

Belastungssteuerung als entscheidender Faktor

Um das historische Ziel – das erste Viertelfinale seit der Hitzeschlacht von Lausanne bei der Heim-WM 1954 – zu erreichen, ist taktische Weitsicht gefragt. Durch die Aufstockung des Turniers auf 48 Mannschaften wartet auf dem Weg in die Runde der letzten Acht eine zusätzliche K.o.-Runde.

Obwohl für das Eröffnungsspiel in Kalifornien moderate Temperaturen erwartet werden, wird das Turnier in den USA, Mexiko und Kanada den Spielern physisch alles abverlangen. Murat Yakin wird angesichts seines routinierten, aber teils in die Jahre gekommenen Kerns massiv auf geschickte Belastungssteuerung setzen müssen, um im entscheidenden Moment auf eine fitte Goldene Generation zurückgreifen zu können.

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