WM 2026: Frankreich trifft auf Senegal – Neuauflage der 2002-Sensation
Bei der WM 2026 treffen Frankreich und der Senegal aufeinander – eine Neuauflage der historischen Sensation von 2002.
Der irakische Nationalstürmer Aymen Hussein hat bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 für einen zutiefst emotionalen Moment gesorgt. Im Auftaktspiel gegen Norwegen erzielte der 30-Jährige per Kopfball den zwischenzeitlichen Ausgleich und veredelte damit die erste WM-Teilnahme seines Landes seit 40 Jahren. Hinter diesem sportlichen Meilenstein verbirgt sich eine bewegende Lebensgeschichte, die von unvorstellbarem Verlust und beispielloser Willenskraft geprägt ist.
Es lief die 39. Minute, als Amir Al-Ammari den Ball gefühlvoll an den zweiten Pfosten flankte. Dort schraubte sich Hussein in die Höhe und wuchtete das Leder präzise zum 1:1-Ausgleich in das rechte Eck. Auch wenn die Partie gegen die favorisierten Skandinavier am Ende mit einer 1:4-Niederlage endete, hinterließ der Auftritt der irakischen Mannschaft vor allem eines: pure Zuversicht. Angesichts der kommenden Aufgaben in der Gruppe I, wo mit Frankreich und dem Senegal absolute Schwergewichte warten, wird das Erreichen der K.o.-Phase ein echter Kraftakt. Doch an Entschlossenheit mangelt es dem kopfballstarken Angreifer nicht.
Die Karriere des Stürmers hing in der Vergangenheit mehr als einmal an einem seidenen Faden. Im Alter von nur zwölf Jahren verlor er seinen Vater, der von der Terrororganisation Al-Qaida ermordet wurde. Wenige Jahre später wurde sein Bruder vom sogenannten Islamischen Staat entführt; sein Verbleib ist bis heute ungeklärt. Angesichts dieser massiven Schicksalsschläge stand der junge Athlet kurz davor, seine Fußballschuhe an den Nagel zu hängen, um für seine Familie zu sorgen. Erst die eindringliche Bitte seiner Mutter überzeugte ihn, auf dem Rasen zu bleiben.
Diese Entscheidung sollte sich sportlich absolut auszahlen. Neben Stationen in seiner Heimat sammelte der Offensivmann wertvolle Erfahrung in Tunesien, Marokko, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten. In der heimischen Liga sicherte er sich gleich zweimal die Torjägerkanone und holte 2021 mit Al-Jawiya das nationale Double. Im Nationaltrikot debütierte er bereits im Alter von 19 Jahren. Heute ist er eine absolute Identifikationsfigur, die das Team als Vize-Kapitän anführt und seinen Landsleuten auf der größten Fußballbühne der Welt neue Hoffnung schenkt.
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