DFB-Team zeigt physische Schwächen – Nagelsmann warnt vor Paraguay
Die deutsche Nationalmannschaft kämpft bei der WM mit physischen Defiziten und muss gegen Paraguay taktisch umdenken.
Die Gruppenphase der Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Mexiko und Kanada ist offiziell beendet. Mit insgesamt 196 gefallenen Toren und zahlreichen unerwarteten Wendungen hat der erste Abschnitt des Turniers die Fußballwelt bereits in seinen Bann gezogen. Zeit für einen Rückblick auf die prägendsten Ereignisse und emotionalsten Momente, bevor die heiße K.o.-Phase beginnt.
Das globale Turnier geizte bisher nicht mit fußballerischer Klasse. Traumtore wie der präzise Schlenzer des deutschen Nationalspielers Felix Nmecha gegen Curacao, der wuchtige Abschluss des Schweden Yasin Ayari oder der Geniestreich von Giovanni Reyna im Auftaktspiel der US-Amerikaner ließen die Fans auf den Rängen jubeln.
Doch abseits der sportlichen Glanzlichter sorgten vor allem menschliche Schicksale für echtes Gänsehaut-Feeling. Der kanadische Mittelfeldakteur Ismael Koné erlebte nach einem schweren Beinbruch im Duell mit Katar einen herzergreifenden Moment. Vor der Partie gegen die Schweiz wurde der Profi des italienischen Erstligisten US Sassuolo im Rollstuhl in die Arena von Vancouver gefahren und vom heimischen Publikum frenetisch gefeiert. Auch an der Seitenlinie kochten die Gefühle hoch: Ecuadors Trainer Sebastián Beccacece vergoss nach dem überraschenden Sieg über Deutschland Freudentränen und zog mit seinem Team ins Sechzehntelfinale ein. Zuvor war der Argentinier nach einem torlosen Remis gegen Curacao von den eigenen Anhängern noch scharf kritisiert worden.
Eine Weltmeisterschaft lebt von ihren Sensationen, und in Nordamerika machten besonders die Debütanten auf sich aufmerksam. Curacao, Kap Verde, Jordanien und Usbekistan feierten ihre Premiere auf der größten Fußballbühne der Welt. Vor allem der Inselstaat Curacao spielte gegen die DFB-Elf mutig nach vorne und belohnte sich durch Livano Comenencia mit einem historischen Treffer, bevor im zweiten Spiel gegen Ecuador sogar der erste Punktgewinn gelang. Kap Verde ging unter Trainer Bubista noch einen Schritt weiter und trotzte dem Mitfavoriten Spanien sowie Uruguay und Saudi-Arabien jeweils beachtliche Unentschieden ab.
Ein maßgeblicher Faktor für derartige Punktgewinne der Underdogs waren die herausragenden Leistungen der Schlussmänner. Der 40-jährige Keeper Vozinha avancierte beim Remis der Kapverden gegen Europameister Spanien zum gefeierten Helden und verzehnfachte seine Reichweite in den sozialen Medien über Nacht. Auch der Australier Patrick Beach beim Sieg gegen die Türkei sowie der Saudi Mohammad Al-Owais gegen Uruguay wuchsen weit über sich hinaus – und das, obwohl beide vor dem Turnier nicht einmal als unumstrittene Stammkräfte ihrer Auswahlmannschaften galten.
Die deutsche Nationalmannschaft kämpft bei der WM mit physischen Defiziten und muss gegen Paraguay taktisch umdenken.
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