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Schwerer Rückschlag für die ghanaische Nationalmannschaft unmittelbar vor dem Start der Weltmeisterschaft 2026. Mittelfeld-Routinier Thomas Partey wird das erste Gruppenspiel am kommenden Mittwoch in Toronto gegen Panama verpassen. Die kanadischen Behörden haben dem 32-Jährigen die Einreise verweigert.

Schwere Vorwürfe gegen den Ex-Arsenal-Profi

Der Grund für das strikte Einreiseverbot liegt in anhängigen Strafverfahren gegen den Mittelfeldspieler, der im Sommer 2025 vom FC Arsenal zum spanischen Erstligisten FC Villarreal wechselte. Im Juli 2025 wurde der Nationalspieler wegen fünffacher Vergewaltigung und sexueller Nötigung angeklagt. Die Vorwürfe beziehen sich auf Vorfälle aus den Jahren 2021 und 2022. Im Februar dieses Jahres folgten Anklagen wegen zwei weiterer Vergewaltigungsfälle. Der Spieler plädierte in sämtlichen Verfahren auf unschuldig, rechtskräftige Urteile oder ein Termin für den Prozessbeginn stehen noch aus. Wie das Sportportal The Athletic berichtet, hat die FIFA die Abweisung durch den kanadischen Grenzschutz inzwischen offiziell bestätigt. Für den Profi gelten strenge Auflagen: Er darf keinen Kontakt zu den mutmaßlichen Opfern aufnehmen und muss die Polizei über internationale Reisen zwingend informieren.

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Trotz des Ausfalls in Kanada ist das Turnier für den 32-Jährigen noch nicht zwangsläufig beendet. Da die ghanaische Auswahl ihr Trainingslager im US-Bundesstaat Rhode Island bezogen hat, befindet sich der Abräumer bereits in Nordamerika. Der Grenzübertritt nach Kanada ist nun blockiert, doch bei den verbleibenden Spielen der Gruppe L gegen England (in Boston) und Kroatien (in Philadelphia) wäre er nach derzeitigem Stand auf US-Boden spielberechtigt. Eine kuriose Situation könnte jedoch entstehen, falls Ghana die Gruppenphase auf dem zweiten Tabellenplatz abschließt: In diesem Szenario würde das nächste K.o.-Spiel erneut in Toronto ausgetragen werden.

Einreise-Chaos als wiederkehrendes WM-Problem

Der Fall des ghanaischen Stars reiht sich nahtlos in eine Serie von diplomatischen und bürokratischen Hürden rund um die Endrunde ein. Einreisefragen überschatten das von den USA, Kanada und Mexiko ausgerichtete Turnier bereits seit Wochen. Bereits vor dem FIFA-Kongress Ende April in Vancouver verweigerte Kanada mehreren iranischen Delegierten die Einreise, mutmaßlich aufgrund von Verbindungen zu den dortigen Revolutionsgarden. Auch an den US-Grenzen kam es zu Abweisungen von Fans, Trainern und Offiziellen. Prominentestes Opfer war bislang Omar Artan, ein regulär für die Weltmeisterschaft nominierter Schiedsrichter, dem die USA die Einreise verweigerten.

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