Iran erkämpft 2:2-Remis gegen Neuseeland beim brisanten WM-Auftakt
Der Iran beweist beim WM-Auftakt gegen Neuseeland große Moral und sichert sich nach Rückstand ein 2:2-Remis.
Kurz vor dem Start der Weltmeisterschaft 2026 bahnt sich ein handfester politischer Eklat an. Nach Angaben des iranischen Fußballverbandes FFI haben die USA als Mitgastgeber dem Iran überraschend das zugeteilte Ticket-Kontingent entzogen. Damit bleiben die Stadien bei den anstehenden Gruppenspielen der iranischen Nationalmannschaft gegen Neuseeland, Belgien und Ägypten voraussichtlich ohne eigene Anhänger. Der Verband wirft den Vereinigten Staaten offen vor, die Anwesenheit iranischer Fans auf diesem Weg gezielt verhindern zu wollen.
Abseits der sportpolitischen Spannungen rückt der Turnierauftakt unaufhaltsam näher. Die FIFA hat den brasilianischen Unparteiischen Wilton Sampaio für das Eröffnungsspiel zwischen Co-Gastgeber Mexiko und Südafrika nominiert. Der 44-Jährige wird die Partie am Donnerstagabend um 21 Uhr im legendären Aztekenstadion leiten. Für den erfahrenen Spielleiter, der bereits bei der Endrunde 2022 in Katar vier Partien pfiff, ist es die zweite Endrunden-Teilnahme auf größter Bühne.
Die europäischen Top-Nationen brachten sich in ihren letzten Testspielen derweil erfolgreich in Stellung. Europameister Spanien bezwang Peru souverän mit 3:1 (2:0). Obwohl die leicht angeschlagenen Flügelstürmer Lamine Yamal und Nico Williams im Hinblick auf das erste Gruppenspiel gegen Kap Verde geschont wurden, sorgten Mikel Oyarzabal und Pedri früh für klare Verhältnisse. Ein Eigentor des peruanischen Torhüters Pedro Gallese markierte schließlich den Endstand.
Auch die französische Auswahl zeigte sich in bestechender Form und dominierte Nordirland nach Belieben. Besonders der pfeilschnelle Angreifer Michael Olise stach heraus und zerlegte die nordirische Defensive mit einem beeindruckenden Dreierpack nahezu im Alleingang.
Deutlich mehr Mühe hatte hingegen die niederländische Elftal. Beim knappen Sieg gegen Usbekistan rettete Torjäger Cody Gakpo seinem Team den glanzlosen Erfolg. Die Erleichterung über den Sieg wurde jedoch durch erhebliche Personalsorgen getrübt: Torhüter Bart Verbruggen verletzte sich während der Partie schwer. Zudem musste Bondscoach Ronald Koeman bereits im Vorfeld das verletzungsbedingte Turnier-Aus von Verteidiger Quentin Timber verkraften.
Für mächtig Wirbel abseits des Rasens sorgt ein alter Konflikt, der nun in eine neue juristische Runde geht. Der ehemalige UEFA-Präsident Michel Platini hat in Frankreich Strafanzeige gegen FIFA-Boss Gianni Infantino sowie fünf weitere ehemalige Justiz- und Fußballfunktionäre eingereicht. Der Vorwurf lautet auf falsche Anschuldigungen und unzulässige Einflussnahme. Der 70-jährige Ex-Nationalspieler sieht sich als Opfer einer konzertierten Verschwörung, die seine eigene Wahl zum FIFA-Präsidenten vor über zehn Jahren gezielt torpedieren sollte. Neben der Strafanzeige streben Platinis Anwälte zudem eine Zivilklage gegen den Weltverband an.
Der Iran beweist beim WM-Auftakt gegen Neuseeland große Moral und sichert sich nach Rückstand ein 2:2-Remis.
Der iranische Sportminister droht bei der Fußball-WM mit Spielabbrüchen, sollten auf den Rängen politische Flaggen wehen.
Gegen den ivorischen WM-Teilnehmer Elye Wahi laufen in Frankreich offizielle Ermittlungen wegen Spielmanipulation.