Italien besiegt Nordirland und zieht ins Finale der WM-Playoffs ein
Italien besiegt Nordirland mit 2:0 und zieht ins Finale der WM-Playoffs ein, wo nun das Duell mit Bosnien wartet.
Die italienische Nationalmannschaft reist am Dienstagabend zum Alles-oder-Nichts-Spiel nach Zenica. Im alles entscheidenden Finale der WM-Playoffs trifft der viermalige Weltmeister auf Bosnien-Herzegowina. Verpasst die Squadra Azzurra das Turnier in Nordamerika, wäre die sportliche Katastrophe nach zwölf Jahren ohne WM-Teilnahme perfekt. Aufseiten der aufstrebenden Gastgeber lauert ausgerechnet ein 40-jähriger Altmeister auf seine große Chance, die Favoriten ins Tal der Tränen zu stürzen.
Die bosnischen Hoffnungen ruhen auf den Schultern eines echten Routiniers. Edin Dzeko, der im Winter überraschend in die 2. Bundesliga zum FC Schalke 04 wechselte, beweist quasi wöchentlich seine anhaltende Klasse. Für die Königsblauen traf der ehemalige Bundesliga-Torschützenkönig bereits sechsmal in acht Partien. Auch im Nationaltrikot liefert der Ausnahmesportler verlässlich ab: Mit seinem späten Ausgleichstor gegen Wales rettete der Angreifer das Team von Trainer Sergej Barbarez in die Verlängerung und ebnete letztlich den Weg ins Endspiel.
Für die Gastgeber, bei denen auch der Stuttgarter Ermedin Demirovic eine wichtige Rolle spielt, wäre die zweite WM-Teilnahme der Verbandsgeschichte nach 2014 ein historischer Erfolg. Dzeko räumte im Vorfeld die klare Außenseiterrolle ein, versprach den heimischen Fans jedoch einen bedingungslosen Kampf über die vollen 90 Minuten.
Während Bosnien befreit aufspielen kann, lastet auf den Italienern ein erdrückender Druck. Eine dritte verpasste Weltmeisterschaft in Serie gilt es unter allen Umständen zu vermeiden. Im Vorfeld der Partie sorgte zudem ein Video von Federico Dimarco für Aufregung, das den Außenverteidiger von Inter Mailand beim Jubeln über den bosnischen Finaleinzug zeigte. Den aufkommenden Vorwurf der Überheblichkeit wies der Defensivspezialist jedoch vehement zurück. Man habe überhaupt kein Recht auf Arroganz, wenn man seit über einem Jahrzehnt nicht mehr auf der größten Fußballbühne gestanden habe, stellte Dimarco klar.
Beim 2:0-Halbfinalsieg gegen Nordirland präsentierten sich die Italiener nervös und spielerisch durchwachsen. Sandro Tonali, der neben Moise Kean traf, sprach offen über die mentalen Blockaden der vergangenen Jahre. Auf dem heißen Pflaster in Zenica wartet nun ein bosnisches Kollektiv, das den Südeuropäern sowohl physisch als auch mental alles abverlangen wird.
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