Der brasilianische Superstar Neymar fehlt im Aufgebot der Nationalmannschaft für die finalen WM-Härtetests im März 2026. Nationaltrainer Carlo Ancelotti verzichtete aufgrund mangelnder Fitness auf den 34-jährigen Angreifer des FC Santos, wodurch dessen Teilnahme an der kommenden Weltmeisterschaft ernsthaft in Gefahr gerät.

„Traurig und enttäuscht“: Neymar kämpft um sein WM-Ticket

Die Entscheidung des Trainerstabs hat beim einst teuersten Spieler der Welt deutliche Spuren hinterlassen. Am Rande eines Kings-League-Spiels in São Paulo machte der Offensivkünstler aus seinem Frust kein Geheimnis. Er müsse das Thema ansprechen, da er es nicht unbeantwortet lassen könne. Obwohl er tief enttäuscht über die ausbleibende Nominierung für die USA-Reise mit den Duellen gegen Frankreich und Kroatien sei, wolle er den Kopf nicht in den Sand stecken. Sein Fokus richte sich nun voll auf die tägliche Arbeit im Training und die Spiele mit seinem Heimatklub FC Santos. Die Tür zur Weltmeisterschaft sei für ihn noch nicht endgültig geschlossen.

Kreuzbandriss und Formtief: Ein langer Weg zurück

Dass der Rekord-Torschütze der Seleção aktuell um seinen Platz im Kader zittern muss, ist das Resultat einer langen Leidensgeschichte. Sein letztes von bislang 128 Länderspielen bestritt der Routinier im Oktober 2023. Damals erlitt er in der WM-Qualifikation gegen Uruguay einen schweren Kreuzbandriss. Seit dieser folgenschweren Verletzung sucht er seine einstige Weltklasse-Form vergeblich. Über den saudi-arabischen Klub Al-Hilal landete er im Januar 2025 schließlich ablösefrei wieder in seiner Heimat Brasilien.

Für Carlo Ancelotti zählen jedoch nicht die Verdienste der Vergangenheit, sondern die aktuelle Verfassung. Der erfahrene Italiener machte deutlich, dass der Angreifer nur dann zur WM fahren werde, wenn er zu einhundert Prozent fit sei. Genau diese körperliche Bestform spreche er ihm momentan ab.

Harter Konkurrenzkampf im brasilianischen Angriff

Auch ohne Neymar und den verletzungsbedingt fehlenden Rodrygo verfügt Ancelotti über ein beeindruckendes Offensiv-Arsenal. Mit Akteuren wie Vinicius Junior, dem formstarken Raphinha oder Premier-League-Stürmer Matheus Cunha ist der fünfmalige Weltmeister im Angriff exzellent besetzt. Zudem feiert Youngster Endrick nach seinem Wechsel zu Olympique Lyon sein Comeback im Nationalteam. Der immense Kaderwert von über 900 Millionen Euro unterstreicht die enorme Dichte an Top-Spielern – ein Umfeld, in dem selbst eine lebende Legende wie Neymar harte Überzeugungsarbeit leisten muss, um noch auf den WM-Zug aufzuspringen.

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