Revanche für Olympia: DHB-Team greift nach EM-Gold
Deutschland „erwachsen geworden“ Der Weg ins Endspiel war steinig, doch das Halbfinale gegen Kroatien hat gezeigt: Die DHB-Auswahl ist bereit...
Erstmals bei dieser EM ging Deutschland klar als Außenseiter in die Partie. Serienweltmeister Dänemark hatte sich in der Vorrunde zwar wackelig gezeigt und überraschend gegen Portugal verloren, galt vor heimischem Publikum aber weiterhin als Favorit. Bundestrainer Alfred Gislason setzte auf Rotation: Lukas Mertens und Lukas Zerbe pausierten, im Tor erhielt David Späth überraschend den Vorzug vor dem Kieler Andreas Wolff, der sich bei diesem Turnier bislang in Galaform präsentiert hatte.
Vor dem Härtetest für das DHB-Team gegen den Weltmeister und Olympiasieger war über ein mögliches Duell der beiden Top-Torhüter Emil Nielsen und Andreas Wolff als potenzielles Zünglein an der Waage spekuliert worden – dazu kam es jedoch nicht. „Andi hat sehr, sehr viel gespielt, eigentlich war die Empfehlung, ihn letztes Spiel nicht spielen zu lassen, das kam aber nicht infrage“, erklärte Alfred Gislason die Entscheidung.
Späth, der U-21-Weltmeister von 2023, zahlte das Vertrauen früh zurück, parierte direkt zu Beginn gegen Welthandballer Mathias Gidsel und hielt Deutschland im Spiel. Auch offensiv zeigte die DHB-Auswahl in dieser Phase des Spiels eine konzentrierte Leistung. Zwei Siebenmeter von Nils Lichtlein brachten sogar die 4:3-Führung, ehe Dänemark mit einem 3:0-Lauf antwortete.
Trotz zwischenzeitlicher Torflaute blieb Deutschland dran. Renars Uscins von der TSV Hannover-Burgdorf traf doppelt zum 6:7, Köster verkürzte kurz vor der Pause erneut. Lichtlein scheiterte kurz vor der Pause krachend am Pfosten und verpasste den Ausgleich. Mit nur einem Tor Rückstand, aber durchaus Grund, mit der eigenen Leistung zufrieden zu sein, ging die deutsche Mannschaft in die Kabine.
Nach dem Seitenwechsel warteten beide Teams lange auf Treffer, ehe Marko Grgic den Ausgleich erzielte. Das Ziel, dem Favoriten vor heimischem Publikum ein Bein zu stellen, schien zum Greifen nah. Doch eine Phase mit mehreren Zeitstrafen gegen Deutschland kippte die Partie. In Überzahl zogen die Dänen davon, angeführt von Gidsel und einem überragenden Emil Nielsen. Der Torhüter des FC Barcelona sammelte 14 Paraden und wurde zum Spieler des Spiels.
Spätestens beim 16:21 (45.) lag eine Vorentscheidung in der Luft. Zwar beendete Kapitän Johannes Golla die längere Torflaute, doch Dänemark stellte den Abstand postwendend wieder her und kontrollierte die Schlussphase souverän. Auch die späte Einwechslung Wolffs änderte nichts mehr. Bester deutscher Werfer war Renars Uscins mit sechs Treffern.
Trotz der Niederlage bleibt die Ausgangslage klar: Am Mittwoch (18 Uhr) reicht Deutschland im Duell mit Titelverteidiger Frankreich, der überraschend gegen Spanien verlor, ein Punkt für den Einzug ins Halbfinale. Dänemark hat das Ticket bereits sicher und spielt gegen Norwegen um den Gruppensieg.
Das entscheidende Duell gegen Frankreich findet am Mittwoch, 28. Januar, um 18 Uhr statt. Gespielt wird erneut in der Jyske Bank Boxen in Herning. Das ZDF überträgt die Partie live im TV und im Stream.
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