Die Euphorie war groß, als der Wechsel im Sommer verkündet wurde, doch die Realität sieht mittlerweile anders aus. David Krämer, deutscher Nationalspieler und Weltmeister, durchlebt bei Real Madrid aktuell eine schwierige Phase. Während der Start in Spanien noch vielversprechend verlief, findet sich der 27-Jährige derzeit fast ausschließlich auf der Bank wieder.

Vom Hoffnungsträger zum Reservisten

Der Einstieg bei den „Königlichen“ schien zunächst nach Plan zu verlaufen. David Krämer erhielt in der Vorbereitung und zu Saisonbeginn durchaus seine Chancen und deutete an, dass er mit seiner Energie und seinem Wurf eine Bereicherung für den Kader sein könnte. Doch in den letzten Wochen hat sich das Blatt gewendet. Der Guard spielt in den Planungen von Trainer Chus Mateo aktuell kaum noch eine Rolle. In den wichtigen Partien der EuroLeague und der spanischen Liga ACB muss der Deutsche zusehen, wie seine Teamkollegen das Geschehen bestimmen.

Übermächtige Konkurrenz im Star-Ensemble

Der Hauptgrund für die drastisch gesunkene Einsatzzeit liegt in der extremen Tiefe des Madrider Kaders. Auf den Guard- und Flügelpositionen ist der Wettbewerb beim spanischen Rekordmeister gnadenlos. Mit etablierten Superstars und erfahrenen EuroLeague-Veteranen, die den Anspruch haben, 30 Minuten plus zu spielen, bleibt für den Neuzugang aus der Bundesliga wenig Raum zur Entfaltung.

Für den Weltmeister von 2023 ist dies eine neue und harte Bewährungsprobe. Während er in seinen vorherigen Stationen oft als Leistungsträger und Scorer gesetzt war, muss er sich bei den Madrilenen nun ganz hinten anstellen. Die taktischen Rotationen des Trainerstabs priorisieren derzeit Erfahrung und eingespielte Abläufe, was den explosiven Scorer ins Abseits gedrängt hat. Es bleibt abzuwarten, ob sich Krämer durch kurze Einsätze wieder zurück in die Rotation kämpfen kann oder ob die Saison zu einem Geduldsspiel wird.

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