Der SC Magdeburg hat seine Vormachtstellung in der Handball-Bundesliga eindrucksvoll untermauert. Der amtierende Champions-League-Sieger gewann am Samstagabend das Auswärtsspiel bei der MT Melsungen deutlich mit 34:23 (15:11). Für die Nordhessen bedeutete das Aufeinandertreffen mit dem Tabellenführer die bislang höchste Niederlage der laufenden Saison.

Machtdemonstration des Tabellenführers nach der Pause

Die Zuschauer in der Kasseler Rothenbach-Halle sahen zunächst eine Partie, in der die Hausherren noch mithalten konnten. Zur Halbzeit lag die MT Melsungen nur mit vier Toren zurück (11:15) und zeigte eine ordentliche Leistung gegen das wohl aktuell beste Handballteam der Welt. Doch nach dem Seitenwechsel schalteten die Gäste aus Sachsen-Anhalt mehrere Gänge hoch.

Während die Melsunger offensiv zunehmend ideenlos agierten und sich an der massiven Deckung der Magdeburger die Zähne ausbissen, nutzte der Spitzenreiter jede Schwäche gnadenlos aus. Der Leistungsabfall der Gastgeber war rasant, sodass der Rückstand kontinuierlich anwuchs und am Ende in einer zweistelligen Klatsche mündete.

Felix Claar nicht zu stoppen – Simic ohne Fortune

Überragender Akteur auf dem Parkett war der schwedische Rückraumspieler Felix Claar. Der Spielmacher des SC Magdeburg war von der Melsunger Abwehr nicht in den Griff zu bekommen und steuerte elf Treffer zum Auswärtssieg bei. Auf der Gegenseite konnte sich lediglich der Hüne Dainis Kristopans mit fünf Toren nennenswert in die Torschützenliste eintragen.

Ein entscheidender Faktor war zudem das Torhüter-Duell. Nebojsa Simic, der in dieser Saison oft als starker Rückhalt für die Nordhessen fungierte, fand an diesem Abend keine Bindung zum Spiel. Mit lediglich sieben Paraden konnte der Montenegriner nicht verhindern, dass die Elbestädter die Punkte souverän entführten.

Verwandte Beiträge