SG Flensburg-Handewitt besiegt Wetzlar 35:31 – Platz zwei erobert
Die SG Flensburg-Handewitt lässt im Heimspiel gegen Wetzlar nichts anbrennen. Dank eines überragenden Patrick Volz springt das Team auf den...
Der THW Kiel sorgt für ein Ausrufezeichen auf dem Transfermarkt und stattet den erst 18-jährigen Rasmus Ankermann mit einem langfristigen Vertrag bis zum Jahr 2030 aus. Während die Verpflichtung die Zukunftsplanung des Rekordmeisters unterstreicht, äußert sich Handball-Experte Stefan Kretzschmar zwar lobend über das Talent, wirft jedoch Fragen zur Kaderstruktur und den Einsatzzeiten im Rückraum der Zebras auf.
Am Montagvormittag machte der THW Kiel Nägel mit Köpfen. Die Norddeutschen sicherten sich die Dienste von Rasmus Ankermann für die kommende Dekade. Ein Vertrag bis 2030 ist im schnelllebigen Geschäft der Handball-Bundesliga (HBL) eine Seltenheit und demonstriert das enorme Vertrauen, das die Verantwortlichen an der Förde in den Youngster setzen. Der Verein setzt damit konsequent auf Verjüngung und bindet eines der vielversprechendsten Talente frühzeitig an sich.
Die Nachricht blieb auch bei der Konkurrenz und den Experten nicht unkommentiert. Stefan Kretzschmar, Sportvorstand der Füchse Berlin und renommierter TV-Experte, fand ausschließlich lobende Worte für die qualitativen Fähigkeiten des Neuzugangs. Dennoch analysierte der ehemalige Nationalspieler die Situation nicht ohne Skepsis. „Natürlich ein bisschen viel“, merkte Kretzschmar mit Blick auf die Dichte im Kader an.
Der Hintergrund seiner Bedenken ist mathematischer Natur: Zur kommenden Saison stehen beim Rekordmeister voraussichtlich sechs Rechtshänder für den Rückraum unter Vertrag. Für ein Talent wie Ankermann ist Spielzeit essenziell, um sich zu entwickeln – genau diese könnte angesichts der hochkarätigen Konkurrenz jedoch knapp bemessen sein.
Mit der Verpflichtung schafft sich der THW Kiel ein klassisches Luxusproblem. Trainer Filip Jicha wird in der kommenden Spielzeit die schwierige Aufgabe haben, die Minuten zwischen etablierten Stars und dem hungrigen Nachwuchsspieler zu moderieren. Während ein breiter Kader für die Belastungssteuerung in der Bundesliga und im internationalen Geschäft von Vorteil ist, birgt ein Überangebot auf spezifischen Positionen auch immer Zündstoff. Es bleibt abzuwarten, wie sich Ankermann in diesem Haifischbecken durchsetzen wird und ob die langfristige Bindung ihm die nötige Ruhe für seine Entwicklung verschafft.
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