Domen Prevc hat das Skifliegen im österreichischen Bad Mitterndorf dominiert und seinen sechsten Weltcup-Sieg in Folge gefeiert. Der Slowene setzte sich am Sonntag am Kulm souverän gegen die Konkurrenz durch und krönte seine Leistung mit einer neuen Bestmarke auf der Flugschanze. Zweiter wurde der Österreicher Stephan Embacher, gefolgt vom Norweger Johann Andre Forfang.

Überragende Flug-Show und historischer Rekord

Der Weltcup-Spitzenreiter befand sich in der Steiermark in einer eigenen Liga. Bereits im ersten Durchgang demonstrierte Domen Prevc seine Ausnahmestellung: Obwohl die Jury den Anlauf vor seinem Sprung um zwei Luken verkürzte, segelte er auf 238 Meter. Dank einer butterweichen Landung führte der Skiflugweltmeister zur Halbzeit bereits mit 12,8 Punkten Vorsprung.

Im Finale setzte der Überflieger noch einen drauf. Prevc landete bei sensationellen 245,5 Metern und stellte damit einen neuen Schanzenrekord auf. Besonders emotional: Die bisherige Bestmarke von 244 Metern hielt bis dahin sein älterer Bruder Peter Prevc. Mit dieser Machtdemonstration sicherte sich der 24-Jährige seinen sechsten Erfolg in Serie.

Embacher verteidigt Platz zwei

Hinter dem dominierenden Slowenen sorgte Stephan Embacher für Aufsehen. Der 20-jährige Shootingstar aus Österreich zeigte im ersten Durchgang mit 240,5 Metern zwar die größte Weite, musste sich aufgrund einer unsauberen Landung und mehr Anlauf jedoch zunächst hinten anstellen. Im Finale versuchten Embachers Trainer taktisch zu agieren und verkürzten den Anlauf. Die daraus resultierenden 225 Meter reichten, um den zweiten Platz gegen Johann Andre Forfang zu verteidigen, stellten den Sieger jedoch zu keinem Zeitpunkt ernsthaft in Gefahr.

Andreas Wellinger mit bestem Saisonergebnis

Aus deutscher Sicht sorgte Andreas Wellinger für einen Lichtblick. Der Ruhpoldinger scheint rechtzeitig zum Saisonende seine Form zu finden. Nach 223 Metern im ersten Durchgang lag er als Fünfter in Lauerstellung. Seine Maxime, diese Platzierung zu halten, setzte der 30-Jährige im Finale erfolgreich um. Ein Flug auf 219,5 Meter sicherte ihm Rang fünf und damit das beste Wettkampfergebnis der laufenden Saison.

Geiger und Raimund in den Top 20

Für die weiteren DSV-Adler reichte es nicht für die vorderen Ränge. Philipp Raimund belegte mit Weiten von 215,5 und 212,5 Metern den 16. Platz. Der Kleinschanzen-Olympiasieger zeigte sich dennoch zufrieden und betonte, er habe das Fluggefühl und den Spaß mitgenommen. Karl Geiger landete direkt dahinter auf Platz 17 (212,5 und 213 Meter) und zeigte leichte Aufwärtstendenzen in Richtung Weltspitze.

Während Luca Roth und Pius Paschke zwar die Qualifikation überstanden, aber das Finale verpassten, erlebte Felix Hoffmann einen enttäuschenden Tag. Wie schon am Samstag scheiterte der 28-Jährige bereits in der Qualifikation und konnte am Wettkampf der besten 40 nicht teilnehmen.

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