Der deutsche Skilanglauf hat einen neuen Weltmeister im Nachwuchsbereich. Elias Keck sicherte sich am Donnerstag bei den U23-Weltmeisterschaften in Lillehammer die Goldmedaille im Massenstart über 20 Kilometer Freistil. Der 22-jährige Allgäuer setzte sich in einem packenden Finale gegen starke internationale Konkurrenz durch.

Sieg im Endspurt gegen Olympia-Vierten

In einem taktisch geprägten Rennen bewies das deutsche Talent nicht nur Ausdauer, sondern auch Nervenstärke. Die Entscheidung fiel erst auf den letzten Metern einer großen Spitzengruppe. Hierbei zeigte der DSV-Athlet den stärksten Zielsprint und verwies Saweli Korostelew auf die Plätze. Der Sieg gegen Korostelew ist besonders hoch einzuschätzen, da dieser bereits bei den Olympischen Spielen mit einem vierten Platz seine Weltklasse unter Beweis gestellt hatte.

Erstes deutsches Männer-Gold seit 2017

Für Elias Keck ist der Triumph in Norwegen die Krönung einer extrem erfolgreichen Weltmeisterschaft. Zuvor hatte der Langläufer bereits die Silbermedaille im Sprint gewonnen. Mit seinem Sieg über die 20-Kilometer-Distanz beendet er zudem eine mehrjährige Durststrecke für den Deutschen Skiverband (DSV) im männlichen Nachwuchsbereich.

Keck ist der erste deutsche U23-Weltmeister seit Janosch Brugger, der im Jahr 2017 im amerikanischen Soldier Hollow den Sprint für sich entscheiden konnte. Bei den Frauen hatte zuletzt Helen Hoffmann im vergangenen Jahr über 10 Kilometer für einen deutschen U23-Erfolg gesorgt. Mit diesem historischen Erfolg unterstreicht Keck seine Ambitionen für die kommende Zeit im Weltcup.

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