Max Verstappen erlebt einen katastrophalen Start in die neue Formel-1-Saison. Beim Qualifying zum Großen Preis von Australien verlor der Red-Bull-Pilot bereits im ersten Abschnitt (Q1) die Kontrolle über seinen Boliden und schlug in die Streckenbegrenzung ein. Da der Niederländer noch keine gezeitete Runde absolviert hatte, muss er das Rennen am Sonntag vom letzten Startplatz aus in Angriff nehmen.

Q1-Aus und sarkastischer Funkspruch in Melbourne

Der Auftakt in Melbourne markiert für die Königsklasse den Beginn einer neuen Ära mit grundlegend überarbeiteten Regeln und Fahrzeugen. Für den vierfachen Weltmeister begann diese Zeitrechnung jedoch mit einem Debakel. Auf seiner ersten schnellen Runde blockierte in Kurve 1 die Hinterachse seines RB-Boliden. Verstappen rutschte durch das Kiesbett und prallte in den Reifenstapel.

Die Reaktion des 28-Jährigen am Boxenfunk ließ nicht lange auf sich warten und triefte vor Sarkasmus: "Das Auto hat auf der Hinterachse verdammt noch mal blockiert – fantastisch!", wetterte der enttäuschte Superstar noch im Cockpit.

Besorgnis erregte kurzzeitig der Umstand, dass Verstappen beim Einschlag die Hände am Lenkrad behalten hatte – ein Risiko für Handgelenksverletzungen. Nach dem Aussteigen hielt er sich die rechte Hand, gab jedoch im Interview bei Sky schnell Entwarnung: "Alles gut, nichts gebrochen."

Technische Probleme statt Fahrfehler

Während der Ex-Weltmeister das Rennen von ganz hinten aufnehmen muss, zeigte sein Teamkollege Isack Hadjar, welches Potenzial im neuen Red Bull steckt. Der Franzose sicherte sich den dritten Startplatz direkt hinter den dominierenden Mercedes-Fahrern.

Die Ursache für den Abflug scheint technischer Natur zu sein. "Ich habe angebremst und die Hinterachse hat voll blockiert. Keine Ahnung, schwer zu sagen", erklärte Verstappen ratlos. TV-Experte Ralf Schumacher analysierte die Szenen und vermutete ein Problem mit der Motorbremse, da kein offensichtlicher Fahrfehler erkennbar war.

Kritik am neuen Reglement und Zukunftsfragen

Der frustrierende Auftakt befeuert die Diskussionen um Verstappens Verhältnis zur "neuen" Formel 1. Die Autos beziehen nun fast die Hälfte ihrer Leistung aus Elektromotoren – eine Änderung, die Verstappen in der Vergangenheit scharf kritisierte und als "Formel E auf Steroiden" bezeichnete.

Nachdem er im Vorjahr den WM-Titel an Lando Norris im McLaren verloren hatte, wollte der Niederländer eigentlich neu angreifen. Branchen-Insider spekulieren jedoch bereits, dass 2026 Verstappens letzte Saison sein könnte, sollte das Paket nicht konkurrenzfähig sein oder der Fahrspaß unter dem neuen Reglement leiden.

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