Tadej Pogacar gewinnt Strade Bianche: Teamchef warnt Radsport-Konkurrenz
Tadej Pogacar dominiert den Auftakt der Radsport-Saison und gewinnt die Strade Bianche mit einem 80-Kilometer-Solo. Sein Teamchef schickt nach dem...
Julia Taubitz hat sich zum insgesamt sechsten Mal den Gesamtweltcup im Rennrodeln gesichert. In einem an Dramatik kaum zu überbietenden Saisonfinale am Sonntag (08.03.2026) in Altenberg reichte der 29-Jährigen ein zweiter Platz, um ihre Führung in der Endabrechnung zu verteidigen. Den Tagessieg holte sich ihre Teamkollegin Merle Fräbel, der am Ende winzige vier Punkte zum großen Coup fehlten.
Spannender hätte das Drehbuch für den letzten Weltcup des Winters nicht geschrieben sein können. Die Ausgangslage vor dem entscheidenden Durchgang war eindeutig: Merle Fräbel, die zur Halbzeit auf Rang zwei lag, musste das Rennen gewinnen und darauf hoffen, dass sich mindestens eine weitere Konkurrentin zwischen sie und die Gesamtführende schiebt. Für Julia Taubitz ging es um alles: Es war ihr fünfter Gesamtsieg in Folge und der sechste ihrer Karriere.
Die Doppel-Olympiasiegerin zeigte sich im Ziel sichtlich bewegt von der Zitterpartie. "Es war atemberaubend. Dass es bis zum letzten Meter so spannend ist, ist nichts mehr für mein schwaches Herz", gestand Taubitz im ZDF-Interview. Unter den Anfeuerungsrufen von Familie und Freunden kämpfte die Sächsin mit den Tränen: "Das ist einfach nur unglaublich schön!"
Sportlich bot das Finale Weltklasse-Niveau. Taubitz legte als Dritte des ersten Laufs vor und übernahm zunächst die Führung. Doch Merle Fräbel konterte beeindruckend: Mit einem neuen Bahnrekord von 51,754 Sekunden setzte sie sich an die Spitze und erfüllte ihren Teil der Aufgabe. Nun richteten sich alle Blicke auf die letzte Starterin, Kendija Aparjode.
Die Lettin, die nach dem ersten Lauf geführt hatte, wurde zum Zünglein an der Waage. Hätte Aparjode ihren Vorsprung ins Ziel gerettet oder sich zumindest vor Taubitz platziert, wäre der Gesamtweltcup an Fräbel gegangen. Bei der vorletzten Zwischenzeit sah es kurzzeitig nach einem Triumph für die Herausforderin aus. Doch Aparjode verlor im unteren Bahnabschnitt Zeit und fiel im Ziel genau 0,006 Sekunden hinter Taubitz auf den dritten Rang zurück. Diese sechs Tausendstelsekunden sicherten Julia Taubitz den zweiten Platz im Tagesklassement und damit den Verbleib der großen Kristallkugel in ihren Händen.
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