Die japanische Eiskunstläuferin Kaori Sakamoto hat ihre beeindruckende Laufbahn bei der Weltmeisterschaft in Prag mit der Goldmedaille beendet. Mit einer fehlerfreien Kür sicherte sich die Athletin ihren vierten WM-Titel und verabschiedete sich mit einer neuen persönlichen Bestleistung vom Profisport.

Feierlicher Abschied mit neuer Bestmarke

Nachdem die Entscheidung feststand, brachen bei der dominierenden Läuferin der letzten Jahre alle Dämme. Ohne einen einzigen sichtbaren Wackler absolvierte sie ihre finale Kür in der tschechischen Hauptstadt. Sakamoto, die bereits nach dem Kurzprogramm in Führung gelegen hatte, schraubte ihre persönliche Bestleistung auf 238,28 Punkte hoch. Damit übertraf sie ihre alte Marke um mehr als zwei Zähler. Bereits von 2022 bis 2024 hatte die Ausnahmeathletin dreimal in Folge ganz oben auf dem WM-Podest gestanden.

Podest-Drama: Chiba holt Silber, Glenn patzt schwer

Hinter der überragenden Siegerin sicherte sich ihre Landsfrau Mone Chiba mit 228,47 Punkten den zweiten Platz. Für eine faustdicke Überraschung sorgte Nina Pinzarrone. Die Belgierin eroberte mit 215,20 Punkten die Bronzemedaille und profitierte dabei massiv von den Fehlern der Konkurrenz.

Besonders bitter verlief der Abend für Amber Glenn. Der US-Star lag nach dem Kurzprogramm noch auf einem aussichtsreichen dritten Rang, leistete sich in der entscheidenden Phase jedoch schwere Patzer. Glenn fiel auf den sechsten Platz zurück und musste nach einem enttäuschenden fünften Rang bei den Olympischen Spielen den nächsten harten sportlichen Rückschlag hinnehmen.

Eine Titelsammlung fast ohne Makel

Zur absoluten Perfektion ihrer sportlichen Vita fehlt Sakamoto lediglich der Olympiasieg. Erst vor fünf Wochen musste sie sich bei den Winterspielen in Italien mit der Silbermedaille hinter der US-Amerikanerin Alysa Liu begnügen. Liu verzichtete nach einer kräftezehrenden Olympia-Saison auf einen Start in Prag. Bereits vor vier Jahren in Peking hatte Sakamoto Olympia-Bronze geholt.

Deutsche Eiskunstläuferinnen waren bei den Titelkämpfen in Prag nicht auf dem Eis zu sehen. Wie schon im Vorjahr bei der Weltmeisterschaft in Boston erfüllte keine deutsche Athletin die strengen Startvoraussetzungen des Weltverbandes ISU.

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