Große Ehre für die Gastgeber: Lisa Vittozzi wurde als Fahnenträgerin für die Abschlussfeier der Olympischen Winterspiele auserkoren. Die Biathlon-Olympiasiegerin wird die italienische Delegation am Sonntag gemeinsam mit Eisschnellläufer Davide Ghiotto in Verona anführen.

Emotionale Reaktion der Biathlon-Königin

Für Lisa Vittozzi sind die Heimspiele in Antholz und Mailand-Cortina bereits jetzt ein historischer Erfolg, doch die Krönung folgt erst noch. Wie das Italienische Olympische Komitee (CONI) bestätigte, wird die 31-Jährige die Ehre zuteil, die "Tricolore" bei der feierlichen Zeremonie in der Arena von Verona zu tragen.

Die Südtirolerin zeigte sich von der Nominierung durch CONI-Präsident Luciano Buonfiglio überwältigt. "Die Ernennung zur Fahnenträgerin für die Abschlussfeier in Verona erfüllt mich mit großem Stolz", erklärte die sichtlich gerührte Athletin in einem offiziellen Statement. "Unter den vielen Athleten, die es verdient hätten, für diese historischen Olympischen Spiele nominiert zu werden, hat der Präsident mich ausgewählt. Ich bin wirklich sprachlos und sehr bewegt."

Gold-Coup nach langer Leidenszeit

Sportlich hatte die Gesamtweltcupsiegerin der Saison 2023/24 ihre Kritiker bereits eindrucksvoll verstummt lassen. Nachdem die erfahrene Skijägerin den vergangenen Winter verletzungsbedingt komplett verpasst hatte, meldete sie sich pünktlich zum Saisonhöhepunkt zurück. In der Verfolgung von Antholz lief sie von Startplatz fünf mit einer makellosen Leistung am Schießstand noch zur Goldmedaille. Bereits zum Auftakt der Spiele hatte sie in der Mixed-Staffel Silber gewonnen.

An der Seite von Vittozzi wird Davide Ghiotto die Fahne tragen. Der Eisschnellläufer zählt ebenfalls zu den prägenden Gesichtern dieser Winterspiele für das Gastgeberland.

Karriereende? Vittozzi lässt Zukunft offen

Trotz des emotionalen Hochs bleibt die sportliche Zukunft der frischgebackenen Olympiasiegerin ein großes Fragezeichen. Ob die Fans ihre Heldin auch in der kommenden Saison auf den Loipen sehen werden, ließ Vittozzi bewusst offen.

"Ich weiß nicht, wie es jetzt weitergeht, ob ich noch lange Biathlon betreiben werde", gestand sie gegenüber SportNews nach ihrem Gold-Lauf. Auch im Gespräch mit Fondo Italia vermied sie ein klares Bekenntnis: "Ich genieße jetzt einfach jeden Tag und dann sehen wir. Über die Zukunft habe ich noch keinen Gedanken verschwendet." Vorerst steht für die Italienerin jedoch der feierliche Ausklang in Verona im Mittelpunkt.

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