Armand Duplantis überspringt 6,31 Meter – Fällt der Rekord bei der Hallen-WM?
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Das Hoffen auf ein Märchenende hat sich zerschlagen, stattdessen regiert der Schmerz: Katharina Schmid hat bei ihrem allerletzten olympischen Wettkampf ein sportliches Desaster erlebt. Die 29-Jährige verpasste auf der Großschanze in Predazzo nach einem verpatzten Sprung völlig überraschend den zweiten Durchgang und beendete ihre olympische Laufbahn unter Tränen auf dem 41. Platz.
Die Bilder im Auslauf gingen unter die Haut. Die siebenfache Weltmeisterin vergrub ihr Gesicht in den Händen und ließ ihren Emotionen freien Lauf. "Es tut einfach weh, ich wusste, es wird schwierig. Die Schanze liegt mir nicht", gestand Schmid wenig später mit brüchiger Stimme im ZDF-Interview. Mit lediglich 96,5 Metern war der Wettkampf für die Oberstdorferin vorbei, bevor er richtig begonnen hatte.
Dabei spielte auch das Wetter eine grausame Rolle. Starker Rückenwind drückte die erfahrene DSV-Athletin frühzeitig in den Schnee. Selbst die 10,9 Kompensationspunkte konnten das vorzeitige Aus nicht verhindern, während die Norwegerin Anna Odine Ström ihren zweiten Olympiasieg feierte. "Ich hätte gerne noch einen zweiten Sprung gehabt. Dass es so endet, tut weh und wird noch eine Weile wehtun", so die sichtlich gezeichnete Schmid.
Nicht nur die Athletin selbst, auch die Beobachter waren fassungslos über die Umstände dieses Abschieds. ARD-Experte Sven Hannawald haderte live mit den Bedingungen: "Wenn du eh schon keine Form hast, warum kommt dann dieser hässliche Rückenwind noch dazu?" Auch Kommentator Philipp Sohmer fand treffende Worte für die Tragik des Moments: "So kann doch keine so große olympische Karriere zu Ende gehen. Es ist so bitter."
Die Fallhöhe dieses Dramas ergibt sich aus der Vorgeschichte. Eigentlich hatte die routinierte Springerin bereits vor der Saison 2024/25 laut über ein Karriereende nachgedacht. Doch das Feuer brannte noch, und die Spiele in Mailand und Cortina sollten der krönende Abschluss werden. Stattdessen bilanzierte sie nun ernüchtert: Platz 16 von der Normalschanze und das Debakel von der Großschanze.
"Klar weiß ich, dass ich schon zwei olympische Medaillen habe", sagte Schmid mit Blick auf ihre Silbermedaillen aus Pyeongchang und Peking. "Aber dann hätte ich ja auch vorher aufhören können, wenn ich weiß, es geht so aus."
Ganz ohne positive Erinnerung muss die Vorzeige-Athletin die Winterspiele jedoch nicht verlassen. Einen Moment für die Ewigkeit sicherte sie sich bereits vor dem ersten Sprung: Als Fahnenträgerin führte sie das deutsche Team bei der Eröffnungsfeier an. "Das war mir eine mega Ehre. Dieser Moment wird für immer bleiben", erklärte Schmid, als sie sich im ARD-Studio wieder etwas gefasst hatte. Es ist ein schwacher Trost an einem sportlich schwarzen Tag, aber zumindest eine Erinnerung, die glänzt.
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