Anja Wicker hat dem deutschen Team einen erfolgreichen Start bei den Paralympischen Winterspielen 2026 in Mailand/Cortina beschert. Die Stuttgarterin sicherte sich im Biathlon-Sprint über 7,5 Kilometer die Bronzemedaille, während der Sieg an die US-Amerikanerin Oksana Masters ging.

Starker Auftakt für das deutsche Team

Es war ein Auftakt nach Maß für den Deutschen Behindertensportverband. Nur wenige Minuten nachdem Anna-Lena Forster Gold in der Abfahrt gewonnen hatte, legte Anja Wicker in der Loipe nach. Trotz zwei Schießfehlern zeigte die Gesamtweltcupsiegerin eine kämpferische Leistung und überquerte die Ziellinie mit einem Rückstand von 1:11,1 Minuten auf die Spitze. Für Wicker ist dies bereits die vierte paralympische Medaille ihrer Karriere: Nach Gold und Silber in Sotschi 2014 sowie Bronze in Peking vor vier Jahren, untermauerte sie in Italien erneut ihre Zugehörigkeit zur Weltspitze.

Oksana Masters dominiert die Konkurrenz

Das Maß aller Dinge war einmal mehr Oksana Masters. Die 36-Jährige US-Amerikanerin präsentierte sich in bestechender Form und blieb am Schießstand fehlerfrei. Mit dieser souveränen Vorstellung sicherte sie sich ihre insgesamt sechste Goldmedaille bei Winterspielen. Der US-Triumph wurde durch Kendall Gretsch komplettiert, die mit einem fehlerfreien Schießen und nur 16 Sekunden Rückstand Silber holte.

Masters ist längst eine Legende des Para-Sports. Die Ausnahmeathletin ist nicht nur im Winter im Biathlon und Langlauf erfolgreich, sondern sammelt auch bei den Sommerspielen im Rudern und Radsport Edelmetall. Mit dem Sieg in Mailand schraubt sie ihre beeindruckende Bilanz auf insgesamt 20 paralympische Medaillen, davon zehn in Gold.

Eskau mit weißer Weste am Schießstand

Ein achtbares Ergebnis erzielte auch die deutsche Routinierin Andrea Eskau. Die 54-Jährige, die bereits zum neunten Mal an Paralympischen Spielen teilnimmt, blieb am Schießstand ohne Fehler. Läuferisch konnte sie jedoch nicht ganz mit der Spitze mithalten und belegte am Ende den achten Rang.

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