Der deutsche Para-Biathlet Marco Maier hat seine starke Form bestätigt und bei den Paralympischen Spielen in Italien die Bronzemedaille im Einzel gewonnen. Für den Freiburger ist es nach dem Erfolg im Sprint bereits das zweite Edelmetall der laufenden Spiele.

Marco Maier bleibt ein Garant für deutsche Medaillen im Para-Sport. Am Sonntagnachmittag sicherte sich der 26-Jährige im Einzelwettbewerb über 12,5 Kilometer stehend den dritten Platz. Damit baute der Athlet seine persönliche Erfolgsbilanz weiter aus: Bereits am Samstag hatte er im Sprint Bronze bejubeln dürfen.

Starker Auftritt in kurzer Hose

Die Bedingungen im italienischen Tesero Cross-Country Stadion waren für den Wintersport ungewöhnlich. Aufgrund der warmen Temperaturen entschied sich der Freiburger für ein Outfit mit kurzer Hose – eine Maßnahme, die sich offenbar auszahlte. Maier zeigte sich sowohl in der Loipe als auch am Schießstand hochkonzentriert.

Der Deutsche, der mit einer Fehlbildung an der Hand geboren wurde, leistete sich im gesamten Wettkampf lediglich einen Schießfehler. Diese Präzision brachte ihn zwischenzeitlich sogar in die Pole-Position: Zur Hälfte des Rennens lag Maier noch in Führung und durfte kurzzeitig vom ganz großen Wurf träumen.

Gold geht an China, Silber an Kanada

Am Ende musste sich der deutsche Medaillengewinner jedoch zwei starken Konkurrenten geschlagen geben. Gold sicherte sich der Chinese Jiayun Cai, der Maier letztlich 43,2 Sekunden abnahm. Silber ging an den Kanadier Mark Arendz, der knapp 20 Sekunden schneller als Maier im Ziel war.

Für Marco Maier ist dies dennoch ein grandioser Erfolg. Nach seinem überraschenden Doppel-Silber in Peking vor vier Jahren und der Sprint-Bronze vom Samstag ist es bereits die vierte paralympische Medaille seiner Karriere.

Ehler und Lehmker in den Top 15

Auch die weiteren deutschen Starter zeigten im Feld der Weltelite achtbare Leistungen. Der Routinier Alexander Ehler (56) landete nach einem Schießfehler auf dem elften Rang. Teamkollege Steffen Lehmker verfehlte zwei Scheiben und beendete das Rennen auf Platz 13.

Bei den Frauen fand der Wettbewerb ohne deutsche Beteiligung statt. Hier setzte sich die Kanadierin Natalie Wilkie gegen die Konkurrenz durch und verwies die Chinesin Zhiqing Zhao sowie die Ukrainerin Oleksandra Kononova auf die Plätze.

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