Die 25. Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo sind offiziell Geschichte. In einer stimmungsvollen Zeremonie in der historischen Arena von Verona erklärte IOC-Präsidentin Kirsty Coventry die Spiele am späten Abend für beendet. Emotionaler Höhepunkt war das Erlöschen des olympischen Feuers sowie die Übergabe der Flagge an den kommenden Ausrichter, die Französischen Alpen.

Opernklassiker treffen auf moderne Beats

Unter dem Motto „Beauty in motion“ präsentierte sich Italien zum Abschluss noch einmal als kulturbewusster Gastgeber. Passend zur Kulisse des antiken Amphitheaters, das jährlich Schauplatz renommierter Opernfestspiele ist, bekamen die Zuschauer ein „Best-of“ der italienischen Musikgeschichte geboten. Von Giuseppe Verdis „Aida“ bis zu Giacomo Puccinis „Madama Butterfly“ setzte die Regie auf große Emotionen.

Im Kontrast zur klassischen Eröffnung sorgte zum Finale der DJ Major Lazer für Partystimmung. Anders als beim Auftakt, als Weltstars wie Mariah Carey auf der Bühne standen, waren internationale Top-Acts diesmal jedoch rar gesät. Auffällig war zudem, dass die Arena in Verona nicht komplett gefüllt war – ein Umstand, der symptomatisch für diese Spiele der weiten Wege stand.

Wendl und Arlt führen deutsche Delegation an

Ein besonderer Moment für den deutschen Sport war der Einmarsch der Nationen. Die Rodel-Doppelsitzer Tobias Wendl und Tobias Arlt hatten die Ehre, die deutsche Fahne in das Rund zu tragen. Die beiden Bayern, oft als die „Rodel-Tobis“ gefeiert, krönten ihre Karriere bei diesen Spielen mit Gold in der Teamstaffel und Bronze im Einzel. Mit insgesamt sieben Olympiasiegen sind sie die erfolgreichsten deutschen Winter-Olympioniken der Geschichte.

Die deutsche Delegation fiel allerdings überschaubar aus, da ein Großteil der Athletinnen und Athleten bereits die Heimreise angetreten hatte. Die verbliebenen Sportler, darunter die Eiskunstläufer Minerva Hase und Nikita Wolodin sowie Robert Kunkel und Annika Hocke, genossen den Abend jedoch in vollen Zügen. Letztere begeisterten beim Einlauf sogar mit einer Hebefigur.

Staffelstab geht an die Französischen Alpen

Der formelle Teil der Zeremonie richtete den Blick bereits in die Zukunft. Die olympische Flagge wurde feierlich eingeholt und an die Gastgeber der Winterspiele 2030 übergeben, die in den Französischen Alpen stattfinden werden. IOC-Präsidentin Kirsty Coventry lobte in ihrer Abschlussrede die Haltung der Aktiven: „Ihr habt uns gezeigt, wie Exzellenz, Respekt und Freundschaft aussehen, in einer Welt, die diese Werte manchmal vergisst.“

Um exakt 22:41 Uhr erlosch schließlich das olympische Feuer an der Piazza Dibona in Cortina d’Ampezzo sowie am Arco della Pace in Mailand. Ganz vorbei ist der Wintersport-Winter in Italien jedoch noch nicht: Bereits in zwei Wochen werden an gleicher Stelle die Paralympics eröffnet.

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