Alexander Zverev steht nach einem souveränen Auftritt im Viertelfinale des ATP-Masters von Indian Wells. Die deutsche Nummer eins besiegte den US-Amerikaner Frances Tiafoe am Dienstagnachmittag nach 1:30 Stunden Spielzeit und buchte damit sein Ticket für die Runde der letzten Acht.

Dominanter Auftritt gegen Frances Tiafoe

Nachdem der Hamburger in der Vorrunde gegen Brandon Nakashima noch Schwerstarbeit verrichten musste, zeigte er sich gegen den Weltranglisten-22. von Beginn an hellwach. Bei angenehmen 25 Grad Celsius diktierte Zverev das Geschehen im kalifornischen Coachella Valley und sicherte sich im ersten Satz schnell das entscheidende Break zum 4:2. Auch als der unorthodox spielende Amerikaner im zweiten Durchgang stärker wurde und beim Stand von 2:2 einen Breakball herausspielte, blieb der Olympiasieger nervenstark. Er wehrte die Chance ab, durchbrach kurz darauf selbst das Service seines Gegners zum 4:3 und verwandelte schließlich seinen ersten Matchball.

Ich habe früh die Kontrolle über das Spiel übernommen und mein Ding gemacht. Ich bin sehr zufrieden damit, bilanzierte der 26-Jährige nach der Partie. Besonders eine taktische Anpassung zahlte sich aus: Ich war von der Grundlinie sehr dominant. Das ist etwas, woran ich gearbeitet habe.

Ein historisch schwieriges Pflaster

Der glatte Erfolg markiert Zverevs neunten Sieg im zehnten Aufeinandertreffen mit Tiafoe. Lediglich 2017 in Cincinnati musste er sich dem US-Amerikaner geschlagen geben. Viel wichtiger ist jedoch der persönliche Turnierverlauf in der kalifornischen Wüste: Indian Wells ist das einzige aktuelle 1000er-Event der ATP-Tour, bei dem der Aufschlagriese noch nie das Halbfinale erreicht hat. Seit seinem Debüt im Jahr 2015 ist es überhaupt erst das dritte Mal, dass er in die Runde der letzten acht Spieler einzieht.

Revanche gegen Arthur Fils steht an

Im Viertelfinale bleibt Zverev ein Duell mit einem ausgesprochen unangenehmen Gegner erspart. Félix Auger-Aliassime, gegen den er im Vorjahr bei den US Open und den ATP-Finals empfindliche Niederlagen kassierte, schied völlig überraschend aus. Stattdessen wartet nun Arthur Fils. Der 21-jährige Franzose bezwang den Kanadier mit 6:3 und 7:6.

Doch auch gegen das aufstrebende Talent aus Frankreich hat der deutsche Topspieler noch eine Rechnung offen: Erst kürzlich beim Masters in Miami 2025 unterlag er dem pfeilschnellen Jungstar im Achtelfinale. In der kalifornischen Hitze hat Zverev nun die direkte Chance zur Revanche.

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