Wimbledon-Finale: Michael Stich warnt Alexander Zverev vor großem Fehler
Nach der Finalpleite in Wimbledon gegen Jannik Sinner rät Tennis-Ikone Michael Stich Alexander Zverev zu einer Pause.
Alexander Zverev hat beim ATP-Masters in Miami nach einem intensiven Schlagabtausch das Achtelfinale erreicht. Deutschlands bester Tennisspieler besiegte den kroatischen Routinier Marin Cilic am späten Abend mit 6:2, 5:7 und 6:4. Damit hält der Hamburger als letzter verbliebener Deutscher die Fahnen bei dem mit 9,4 Millionen US-Dollar dotierten Hartplatzturnier in Florida hoch.
Bei hervorragenden Bedingungen in der Abendsonne von Miami erwischte die deutsche Nummer eins einen perfekten Auftakt. Der kroatische Kontrahent wackelte früh beim eigenen Service und leistete sich direkt im ersten Spiel einen Doppelfehler. Zverev war hellwach, sicherte sich das rasche Break zum 1:0 und diktierte das Geschehen mit einer mutigen, offensiven Spielweise. Nach nur einer guten halben Stunde war der erste Satz souverän eingetütet.
Im zweiten Durchgang fand der Routinier aus Kroatien jedoch deutlich besser in seinen Rhythmus und zwang den 28-jährigen Deutschen in lange, kraftraubende Ballwechsel. Ein nervenaufreibendes Ringen entwickelte sich beim Stand von 5:5: In einem über 15 Minuten andauernden Aufschlagspiel ließ Zverev gleich fünf Breakchancen ungenutzt, das Momentum kippte. Ein anschließender Doppelfehler Zverevs besiegelte schließlich den ärgerlichen Satzverlust.
Im dritten und alles entscheidenden Satz riss der Olympiasieger das Ruder jedoch schnell wieder an sich. Ein frühes Break reichte aus, um die Spielkontrolle zurückzugewinnen. Nach 2:36 Stunden verwandelte Zverev seinen ersten Matchball, feierte den hart erarbeiteten Erfolg emotional und schenkte seine Handtücher an junge Fans auf der Tribüne.
Im Achtelfinale wartet nun der Franzose Quentin Halys auf den Hamburger. Mit weiteren Erfolgen könnte es im Turnierverlauf zu einem echten Kracher kommen: Auch der formstarke Italiener Jannik Sinner zog durch ein souveränes 6:1, 6:4 gegen Corentin Moutet in die nächste Runde ein. Wie schon beim letzten Masters in Indian Wells – wo Sinner am Ende den Titel holte – könnten die beiden Top-Spieler im Halbfinale aufeinandertreffen.
Für die deutschen Tennis-Fans ruhen nun alle Hoffnungen auf Zverev. Das restliche Aufgebot erlebte in Florida ein frühes Aus. Bei den Männern mussten Jan-Lennard Struff, Yannick Hanfmann und Daniel Altmaier bereits nach der ersten Runde die Koffer packen. Auch bei den Frauen verabschiedeten sich Eva Lys, Ella Seidel und Tatjana Maria direkt zum Auftakt, während für Laura Siegemund in der zweiten Runde das Turnier beendet war.
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