Rückschlag für die Golden State Warriors in der entscheidenden Phase der NBA-Saison: Stephen Curry wird dem Team weiterhin fehlen. Wie ESPN berichtet, erfordert die Verletzung am rechten Knie eine erneute Untersuchung in zehn Tagen. Damit steht fest, dass der Point Guard mindestens die kommenden fünf Partien des viermaligen NBA-Champions verpassen wird.

Diagnose Runner's Knee: Keine strukturellen Schäden

Es gibt jedoch auch leichte Entwarnung für die Fans in San Francisco: Ein MRT am Donnerstag zeigte keine strukturellen Schäden im Knie des Superstars. Dennoch lassen akute Schmerzen und Schwellungen aktuell keinen Einsatz auf dem Parkett zu. Das Franchise führt die Verletzung offiziell als patellofemorales Schmerzsyndrom, im Sportjargon oft als "Runner's Knee" bezeichnet.

Ursprünglich herrschte Hoffnung im Lager der Warriors. Vor der All-Star-Pause zeigte sich Cheftrainer Steve Kerr noch optimistisch, dass die Probleme des 37-Jährigen abklingen würden und er bereits am Donnerstag wieder ins Spielgeschehen eingreifen könnte. Doch der Versuch eines Comebacks scheiterte: Curry kehrte am Mittwoch ins Training zurück, musste dem Trainerstab nach individuellen Einheiten jedoch mitteilen, dass sich sein Zustand wieder verschlechtert habe und er sich nicht bereit fühle.

Steve Kerr erklärt den Rückschlag

Der Ausfall wiegt schwer, wie auch die jüngste 110:121-Niederlage gegen die Boston Celtics verdeutlichte. Coach Steve Kerr äußerte sich vor der Partie besorgt über den Heilungsverlauf seines wichtigsten Spielers.

"Es ist einfach ein anhaltender Schmerz", erklärte Kerr gegenüber der Presse. "Wir hatten gehofft, dass er für heute Abend bereit sein würde, aber das war nicht der Fall. Er braucht einfach noch mehr Zeit."

Die Probleme begleiten den Scharfschützen bereits seit dem 24. Januar, als die Beschwerden erstmals während eines Einzeltrainings in Minneapolis auftraten. Zwar versuchte der zweifache MVP zunächst, trotz der Schmerzen weiterzuspielen, musste aber schließlich kapitulieren und verpasste bereits die letzten fünf Spiele vor dem All-Star Game.

Saison-Auszeichnungen für Curry außer Reichweite

Die verlängerte Zwangspause hat für Stephen Curry auch persönliche statistische Konsequenzen. Durch den weiteren Ausfall wird er die von der NBA neu eingeführte Grenze von 65 absolvierten Spielen in dieser Saison unterschreiten. Damit ist der Spielmacher nicht mehr für individuelle Auszeichnungen (Awards) oder die Wahl in eines der All-NBA-Teams qualifiziert.

Sportlich ist sein Fehlen kaum zu kompensieren: In der laufenden Spielzeit erzielt der Veteran durchschnittlich beeindruckende 27,2 Punkte, 3,5 Rebounds und 4,8 Assists pro Partie.

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