Das griechische Pokalfinale zwischen den Erzrivalen Panathinaikos Athen und Olympiakos Piräus ist von einem hässlichen Vorfall überschattet worden. Im Zentrum des Geschehens stand Mathias Lessort, der laut eigenen Angaben massiv rassistisch beleidigt wurde. Besonders brisant: Der französische Nationalspieler erhebt schwere Vorwürfe gegen die anwesenden Sicherheitskräfte, die trotz direkter Ansprache nicht eingegriffen haben sollen.

Affenlaute und Gesten: Der Vorfall in der Halbzeit

Obwohl Mathias Lessort im Finale selbst nicht auf dem Parkett stand, wurde er zur Zielscheibe einiger Zuschauer. Berichten zufolge kam es während der Halbzeitpause zu rassistischen Entgleisungen aus einem Fan-Bereich von Olympiakos oberhalb des Halleneingangs. Augenzeugen und Videoaufnahmen deuten darauf hin, dass mindestens ein Anhänger eindeutige rassistische Gesten in Richtung des Centers machte, begleitet von beschämenden Affenlauten.

Der Franzose reagierte auf die Provokationen bemerkenswert besonnen. Anstatt sich auf eine direkte Konfrontation mit den Rängen einzulassen, suchte der Panathinaikos-Star das Gespräch mit den in der Nähe postierten Polizeibeamten. Sein Ziel war eine Intervention der Exekutive, um die Situation zu deeskalieren und die Beleidigungen zu unterbinden.

Lessort erhebt schwere Vorwürfe via Social Media

Nach der Partie machte der 28-Jährige seinem Ärger auf der Plattform X (ehemals Twitter) Luft und schilderte seine Sicht der Dinge. Entgegen seiner Bitte um Unterstützung hätten weder die Polizei noch Ligavertreter Konsequenzen gezogen. „Es war nicht nur ein Typ, sondern 10 bis 15“, schrieb der sichtlich aufgebrachte Profi. Besonders bitter für den Athleten: Statt gegen die Täter vorzugehen, habe man ihn lediglich aufgefordert, sich zu beruhigen.

Gegenseitige Beschuldigungen der Erzrivalen

Während Panathinaikos das Verhalten der gegnerischen Fans scharf verurteilte, reagierte Olympiakos mit einer Gegenanschuldigung. Der Verein aus Piräus erklärte offiziell, Lessort habe nach der Halbzeitpause eine Banane in Richtung der Tribüne geworfen. Eine unabhängige Bestätigung für diese Darstellung liegt bislang nicht vor.

Rein sportlich konnte sich Panathinaikos am Ende durchsetzen. In einer wie gewohnt hitzigen Atmosphäre gewannen die Grünen das prestigeträchtige Duell mit 79:68 und sicherten sich den Pokaltitel. Doch das Ergebnis geriet angesichts der diskriminierenden Vorfälle fast zur Nebensache.

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