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Leon Draisaitl hat die Edmonton Oilers nach einer fünfwöchigen Verletzungspause mit einem starken Comeback zu einem 4:3-Sieg in den NHL-Playoffs geführt. Gegen die Anaheim Ducks glänzte der deutsche Eishockey-Nationalspieler direkt wieder als entscheidender Vorbereiter.

Comeback nach Maß: Zwei Vorlagen gegen Anaheim

Nach einem knappen Monat Zwangspause stand der Kölner auf dem Eis sofort wieder im Mittelpunkt des Geschehens. In der hart umkämpften Playoff-Partie orchestrierte Draisaitl die Offensive der Kanadier und legte zunächst das zwischenzeitliche 2:0 durch Kasperi Kapanen auf. Doch die Gäste aus Kalifornien zeigten sich unbeeindruckt und drehten das Spiel mit drei Toren im zweiten Drittel zwischenzeitlich komplett auf den Kopf.

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Die Wende im Schlussabschnitt brachte der Ausgleich durch Jason Dickinson. In der absoluten Crunch-Time bewies der Rückkehrer dann erneut sein herausragendes Spielverständnis: Lediglich 114 Sekunden vor der Schlusssirene bediente der Ausnahmestürmer abermals Kapanen, der den umjubelten 4:3-Siegtreffer markierte.

Verletzung überstanden, Formsuche läuft

Trotz der beiden Vorlagen und des wichtigen Heimsiegs trat Draisaitl nach der Partie leicht auf die Euphoriebremse. Er habe sich ganz gut gefühlt, erklärte der Angreifer nach dem Spiel, fügte jedoch an: Dass er noch ein paar Spiele brauche, um wieder ganz der Alte zu sein und das volle Vertrauen in sich zu haben. Für den Anfang sei der Auftritt jedoch absolut in Ordnung gewesen.

Der beste NHL-Torschütze der vergangenen zehn Jahre hatte sich Mitte März eine Knieverletzung zugezogen und musste sein Team wochenlang von der Tribüne aus unterstützen. Nun ist der Angreifer rechtzeitig zur wichtigsten Saisonphase zurückgekehrt. Für den Einzug in die zweite Runde der Best-of-seven-Serie benötigen die Oilers noch drei weitere Siege gegen die Ducks. Der entscheidende Assist kurz vor Schluss dürfte dem Superstar das nötige Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben geben.

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