Edmonton Oilers erreichen NHL-Playoffs trotz Niederlage ohne Draisaitl
Die Edmonton Oilers stehen trotz Niederlage ohne Leon Draisaitl in den NHL-Playoffs. Auch Sturm und Stützle sind dabei.
Die Überraschung ist perfekt: Gleich in seiner ersten Saison als Head Coach hat der Deutsche Marco Sturm die Boston Bruins in die NHL-Playoffs geführt. Zwar verlor das Team aus Massachusetts am Samstag sein Heimspiel gegen die Tampa Bay Lightning knapp, doch dank wertvoller Schützenhilfe der New Jersey Devils ist das Ticket für die Postseason vorzeitig gebucht.
Die Ausgangslage im altehrwürdigen TD Garden war klar: Die Hausherren hatten ihre Playoff-Teilnahme mit einem Heimsieg selbst in der Hand. Zunächst schien auch alles nach Plan zu laufen. Morgan Geekie brachte die Bruins in der elften Spielminute in Führung und ließ die Fans auf eine vorzeitige Qualifikation hoffen. Doch die Gäste aus Florida, die ihrerseits um eine gute Ausgangsposition kämpfen, zeigten Geduld.
Erst tief im Schlussdrittel belohnte sich Tampa Bay für den hohen Aufwand. Brandon Hagel (47. Minute) und Emil Lilleberg (59. Minute) drehten die umkämpfte Partie in der Schlussphase und fügten den Gastgebern eine bittere Niederlage zu. Entsprechend getrübt war die Stimmung nach der Schlusssirene. Cheftrainer Marco Sturm war zunächst sichtlich enttäuscht über die verpasste Chance, alles aus eigener Kraft klarzumachen: „Wir hatten hier in Boston auf einen großen Tag und einen großartigen Nachmittag gehofft. Leider ist es nicht so gekommen“, resümierte der Ex-Profi und stellte seine Franchise gedanklich bereits auf zwei verbleibende Endspiele ein.
Doch die Sorgenfalten des deutschen Übungsleiters sollten schnell verschwinden. Nur kurze Zeit später waren seine mahnenden Worte bereits obsolet. Die New Jersey Devils leisteten unerwartete, aber hochwillkommene Unterstützung: Dank einer späten Aufholjagd siegten sie mit 5:3 bei den Detroit Red Wings. Da das Team aus der Motor City die Bruins nun rechnerisch nicht mehr von den Playoff-Rängen verdrängen kann, steht Bostons Teilnahme an der K.o.-Runde fest.
Damit straft die Mannschaft um Marco Sturm zahlreiche Kritiker Lügen. Als der 45-Jährige im Sommer das Ruder an der Ostküste übernahm, hatten nur die wenigsten Experten dem traditionsreichen Team aus Massachusetts den Einzug in die Endrunde zugetraut.
Auch der Gegner vom Samstagabend hat allen Grund zur Freude: Die Tampa Bay Lightning stehen ebenfalls sicher in der Postseason. Mit dem wichtigen Auswärtssieg schob sich die Mannschaft bis auf zwei Zähler an die Buffalo Sabres in der Atlantic Conference heran. Für Tampa Bays Head Coach Jon Cooper geht der Blick nun nach oben: „Wir wissen, wo wir stehen und brauchen wahrscheinlich etwas Hilfe, aber wir haben noch die Chance auf den Heimvorteil. Es gibt also noch etwas, wofür es sich zu spielen lohnt.“
Dass die Formkurve der Gäste aus dem Sunshine State pünktlich zur heißen Phase der Saison ansteigt, spürt auch Torschütze Brandon Hagel. Die Mannschaft sei sehr emotional, was über eine kräftezehrende Saison von 82 Spielen schwer aufrechtzuerhalten sei. Dennoch schickte er eine kleine Kampfansage an die Konkurrenz: „Wir finden langsam unseren Weg und bauen auf die Playoffs hin. Sobald unsere Emotionen ins Spiel kamen, schien es, als kämen wir in Schwung.“
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