Die Wege von Bayer Leverkusen und Cheftrainer Kasper Hjulmand könnten sich im kommenden Sommer trennen. Obwohl Sport-Geschäftsführer Simon Rolfes einer sofortigen Entlassung des Dänen eine klare Absage erteilte, mehren sich die Anzeichen für einen Neuanfang zur neuen Spielzeit. Als möglicher Nachfolger rückt Fabian Hürzeler ins Visier der Werkself.

Rolfes dementiert sofortigen Rauswurf von Hjulmand

Nach übereinstimmenden Medienberichten wird dem 53-jährigen Hjulmand intern nicht mehr zugetraut, die Entwicklung der Mannschaft entscheidend voranzutreiben. Sportchef Simon Rolfes stellte sich am Dienstag jedoch schützend vor seinen Cheftrainer und schloss eine sofortige Freistellung aus. „Ein Trainerwechsel ist kein Szenario, mit dem wir uns beschäftigen“, betonte der Manager. Die Konzentration gelte dem Erreichen der Saisonziele, wofür das jüngste 3:3-Unentschieden gegen den 1. FC Heidenheim als deutlicher Weckruf dienen müsse, um Spiele wieder konzentriert durchzuziehen.

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Trotz des bis 2027 datierten Vertrages gilt es als unwahrscheinlich, dass der Nachfolger von Erik ten Hag dieses Arbeitspapier erfüllt. Die sportliche Bilanz des Fußballlehrers ist durchwachsen: Mit einem Punkteschnitt von 1,78 rangieren die Rheinländer sieben Spieltage vor Schluss lediglich auf dem sechsten Tabellenplatz der Bundesliga. In der Champions League bedeutete der FC Arsenal im Achtelfinale die Endstation. Immerhin bietet das anstehende DFB-Pokal-Halbfinale gegen den FC Bayern München am 22. April noch die Chance auf den Einzug in ein Endspiel.

Fabian Hürzeler als möglicher Nachfolger in Leverkusen im Fokus

Sollte die Chefetage im Sommer einen passenden Kandidaten präsentieren, stehe eine einvernehmliche Trennung im Raum. Ganz oben auf der Liste steht dabei offenbar Fabian Hürzeler. Die Leverkusener Verantwortlichen beobachten die Situation des 33-Jährigen bei Brighton & Hove Albion genau, prüfen aber parallel auch andere Optionen.

Der ehemalige Erfolgstrainer des FC St. Pauli steht bei den Seagulls in der englischen Premier League ebenfalls noch bis 2027 unter Vertrag. Dort belegt er nach seiner Amtsübernahme im Sommer 2024 aktuell den zehnten Tabellenplatz und sammelte durchschnittlich 1,58 Punkte pro Partie. Ob Hürzeler bereit für eine zeitnahe Rückkehr nach Deutschland ist, dürfte eines der spannendsten Themen auf dem Trainermarkt der kommenden Monate werden.

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