Bayer Leverkusen bereitet sich hinter den Kulissen offenbar auf eine Neuausrichtung auf der Trainerposition vor. Obwohl der amtierende Cheftrainer Kasper Hjulmand noch einen gültigen Vertrag bis 2027 besitzt, rücken für den kommenden Sommer konkrete Nachfolgekandidaten in den Fokus. Die heißesten Namen auf der Liste der Rheinländer: Andoni Iraola und Fabian Hürzeler.

Andoni Iraola: Der ablösefreie Alonso-Vertraute

Ein aussichtsreicher Anwärter auf den Posten bei der Werkself ist Andoni Iraola. Der 43-jährige Spanier verlässt den englischen Erstligisten AFC Bournemouth am Saisonende ohnehin und wäre somit ablösefrei auf dem Markt. Interessant für die Leverkusener: Iraola teilt sich nicht nur die fußballerischen Wurzeln in der baskischen Talentschmiede Antiguoko mit Ex-Erfolgscoach Xabi Alonso, sondern auch denselben Berater.

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Der begehrte Übungsleiter sucht dem Vernehmen nach ein Projekt, bei dem er langfristige Strukturen aufbauen kann. Leverkusen passt dabei deutlich besser in sein Beuteschema als sein Ex-Klub Athletic Bilbao, der ebenfalls immer wieder Interesse signalisiert. Einziger Haken an der Personalie ist die taktische Ausrichtung. Der von Iraola bevorzugte Spielstil harmoniert nicht zwingend mit der etablierten Fußballphilosophie unter dem Bayer-Kreuz.

Fabian Hürzeler: Die teure Ideallösung

Ganz anders stellt sich die Situation bei Fabian Hürzeler dar. Der aktuelle Trainer von Brighton & Hove Albion bringt genau jene fußballerischen Vorstellungen mit, die von der sportlichen Führung in Leverkusen gefordert werden. Allerdings gestaltet sich eine Verpflichtung des ehemaligen St.-Pauli-Machers als massiver finanzieller Kraftakt.

Hürzeler ist vertraglich fest an den Premier-League-Klub gebunden und müsste teuer herausgekauft werden. Im Raum steht eine zweistellige Millionenablöse, die Leverkusen für diesen Wunschkandidaten auf den Tisch legen müsste.

Champions-League-Träume und strikte Diskretion

Dass die Leverkusener Entscheider überhaupt intensiv über eine Nachfolge nachdenken, liegt an wachsenden internen Zweifeln gegenüber Kasper Hjulmand. Dem 54-jährigen Dänen wird offenbar nicht mehr zugetraut, den Verein mittel- und langfristig wieder in den Titelkampf einzugreifen.

Gleichzeitig verlangt die aktuelle sportliche Situation höchste Diskretion. Der jüngste und hart umkämpfte 1:0-Auswärtssieg bei Borussia Dortmund hat die Hoffnungen auf die Qualifikation für die lukrative Champions League völlig neu entfacht. Um diesen wichtigen Endspurt nicht durch öffentliche Personaldiskussionen zu gefährden, agieren die Bayer-Bosse bei der Sondierung des Trainermarktes äußerst geräuschlos.

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