Borussia Dortmund treibt die Kaderplanung für die kommende Spielzeit intensiv voran. BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl nutzte das vergangene Wochenende für eine gezielte Scouting-Reise nach Österreich. Beim Bundesligaspiel zwischen Rapid Wien und Red Bull Salzburg (1:0) nahm der langjährige BVB-Kapitän gleich drei vielversprechende Nachwuchsspieler live unter die Lupe. Der Revierklub forciert damit seinen Plan, künftig wieder verstärkt hochtalentierte Youngster zu verpflichten.

Abwehr-Juwel Joane Gadou im Fokus

Besonderes Augenmerk lag auf der defensiven Zentrale. Mit Joane Gadou steht ein 19-jähriger Innenverteidiger von Red Bull Salzburg auf dem Zettel der Westfalen. Der französische U19-Nationalspieler wechselte erst im Sommer 2024 für rund zehn Millionen Euro aus der Jugend von Paris Saint-Germain in die Mozartstadt. Inzwischen wird der Marktwert des robusten Abwehrspielers auf zwölf Millionen Euro geschätzt. Ein möglicher Transfer birgt jedoch eine vertragliche Hürde: PSG soll sich beim Verkauf an Salzburg eine Rückkaufklausel gesichert haben, was die Verhandlungsposition für die Dortmunder verkomplizieren könnte.

Rapid-Duo für die offensive Außenbahn

Doch nicht nur in der Defensive sucht der Champions-League-Finalist nach frischem Blut. Aufseiten der Gastgeber aus Wien rückten die Flügelspieler Nikolaus Wurmbrand und Daniel Nunoo in den Blickpunkt. Besonders der 20-jährige Wurmbrand gilt als äußerst spannende Personalie. Der zweifache österreichische A-Nationalspieler träumt Berichten zufolge offen von einem Wechsel in den Ruhrpott, der BVB sei sein absoluter Wunschverein.

Allerdings sind die Dortmunder im Werben um den schnellen Außenbahnspieler nicht konkurrenzlos. Auch die TSG 1899 Hoffenheim zeigt konkretes Interesse an dem Offensivmann. Die Kraichgauer wittern durch ihre österreichische sportliche Führung, bestehend aus Sportchef Andreas Schicker und Cheftrainer Christian Ilzer, einen strategischen Vorteil im Werben um ihren Landsmann. Komplettiert wird das gescoutete Trio durch den 19-jährigen Daniel Nunoo, der ebenfalls auf den Flügelpositionen beheimatet ist.

Zurück zur erfolgreichen Transferstrategie

Die Reise nach Wien unterstreicht den strategischen Kurswechsel bei den Schwarz-Gelben. Die sportliche Leitung möchte in Zukunft wieder vermehrt auf hochveranlagte junge Akteure setzen. Diese sollen in Dortmund den nächsten Entwicklungsschritt gehen, der Mannschaft sportlich sofort weiterhelfen und perspektivisch für lukrative Transfereinnahmen sorgen. Ein Geschäftsmodell, das der Verein in der jüngeren Vergangenheit bereits äußerst profitabel umgesetzt hat.

Verwandte Beiträge