9

Borussia Mönchengladbach hat sich mit einem späten 1:0-Sieg im Borussen-Duell gegen Borussia Dortmund den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga gesichert. Haris Tabakovic erlöste die Elf von Trainer Eugen Polanski kurz vor Schluss und verhinderte gleichzeitig die vorzeitige Vizemeisterschaft der Gäste, die diese nun am kommenden Spieltag perfekt machen müssen.

Mutiger Auftritt: Gladbach dominiert harmlose Dortmunder

Die Hausherren gingen die richtungsweisende Partie vom Anpfiff weg resolut und entschlossen an. Das Team vom Niederrhein kaufte dem Favoriten früh den Schneid ab, sodass der BVB im gesamten ersten Durchgang keine einzige nennenswerte Torchance verzeichnen konnte. Zwar haperte es bei den leidenschaftlich kämpfenden Fohlen im letzten Drittel oft an der Passgenauigkeit, doch wenn es gefährlich wurde, war Gregor Kobel zur Stelle. Der Schweizer Keeper reagierte bei einer sehenswerten Direktabnahme von Tabakovic in der 32. Minute glänzend und holte sich für diese Parade sogar den anerkennenden Handschlag des gegnerischen Stürmers ab.

Offensive beim BVB stockt – Guirassy hängt in der Luft

Bei den Westfalen hakte das Offensivspiel gewaltig. Der zuletzt stark aufspielende Samuele Inacio, der wie schon beim souveränen 4:0-Erfolg gegen den SC Freiburg im offensiven Mittelfeld startete, konnte dem Spiel zunächst keine entscheidenden Impulse geben. Bezeichnend für die Harmlosigkeit der Schwarz-Gelben war das Positionsspiel von Serhou Guirassy: Der bullige Angreifer musste sich immer wieder tief in die eigene Hälfte fallen lassen, um überhaupt am Spielgeschehen teilnehmen zu können.

Tabakovic bricht den Bann in der Schlussphase

Nach dem Seitenwechsel nahm die Begegnung deutlich an Fahrt auf. Zunächst verpasste Tabakovic den Führungstreffer nur denkbar knapp, als er den Ball am Tor vorbeigrätschte (48.). Wenig später verzog Julian Brandt auf der Gegenseite (52.). Während die Dortmunder fußballerisch weiterhin hinter den eigenen Ansprüchen zurückblieben und auch Standardsituationen durch Marcel Sabitzer sowie Abschlüsse von Fabio Silva verpufften, drängte Gladbach mutig auf die Entscheidung.

Nachdem Yannik Engelhardt und Rocco Reitz das Tor in der Schlussphase noch knapp verfehlten, schlug in der 88. Minute endgültig die Stunde von Haris Tabakovic. Sein umjubelter Treffer zum 1:0 besiegelte nicht nur den hochverdienten Heimsieg und das rettende Ufer, sondern verhinderte auch das erste torlose Remis zwischen den beiden Traditionsklubs seit April 1994.

Verwandte Beiträge