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Nach dem deutlichen 5:1-Erfolg im Hinspiel trifft die deutsche Frauen-Nationalmannschaft am Samstag in der WM-Qualifikation erneut auf Österreich. In Ried im Innkreis fordert Bundestrainer Christian Wück trotz des jüngsten Sieges eine klare Leistungssteigerung seiner Auswahl, um das große Ziel Weltmeisterschaft nicht aus den Augen zu verlieren.

Wück und der Fokus auf die Basics

Obwohl das Resultat am vergangenen Dienstag in Nürnberg stimmte, zeigte sich der Übungsleiter im Nachgang durchaus selbstkritisch. Mit etwas Abstand blickt Wück nun fokussiert auf das anstehende Duell. Die Freude über den Sieg überwiege zwar, doch für ein erfolgreiches WM-Turnier seien weitere Entwicklungsschritte zwingend erforderlich. Der 51-Jährige legt den Finger in die Wunde: Vor allem beim Lösen aus Drucksituationen offenbarte die DFB-Elf trotz ihrer technischen Überlegenheit Schwächen. Zukünftig soll das Team in diesen grundlegenden Situationen deutlich souveräner und stabiler agieren.

Personalsorgen: Kapitänin Gwinn reist ab

Auch innerhalb der Mannschaft stieß die Analyse des Trainers auf offene Ohren. Angreiferin Vivien Endemann sieht besonders im Passspiel und in den Aktionen im letzten Drittel noch Luft nach oben. Die Nationalspielerinnen betrachten sich selbst als ihre größten Kritikerinnen und wollen im Rückspiel das absolute Optimum abrufen.

Personell muss das deutsche Team jedoch Rückschläge verkraften. Spielführerin Giulia Gwinn ist aufgrund einer Schulterverletzung bereits vorzeitig aus dem Quartier abgereist. Zudem steht hinter dem Einsatz von Innenverteidigerin Rebecca Knaak wegen muskulärer Probleme noch ein Fragezeichen. Der restliche Kader meldet sich hingegen einsatzbereit für den Kampf um den vierten Sieg im vierten Länderspiel des Jahres.

Hexenkessel im Kleinformat in Ried

Im beschaulichen Ried im Innkreis erwartet die deutschen Favoritinnen am Samstagabend eine besondere Atmosphäre. Die kleine Arena ist mit 4.300 Zuschauern restlos ausverkauft. Österreichs Teamchef Alexander Schriebl setzt große Hoffnungen in den heimischen Anhang. Die lautstarke Unterstützung von den Rängen soll den Außenseiterinnen jene Extra-Prozente verleihen, die es braucht, um die DFB-Auswahl möglicherweise ins Straucheln zu bringen.

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