Der ehemalige französische Nationalspieler Dimitri Payet beendet seine aktive Laufbahn. In einem Interview auf den offiziellen Kanälen der Ligue 1 bestätigte der 38-jährige Offensivspieler nach 21 Jahren im Profifußball seinen Rücktritt. Zuletzt stand der Spielmacher beim brasilianischen Erstligisten Vasco da Gama unter Vertrag, war jedoch seit dem Ablauf seines Arbeitspapiers im vergangenen Sommer vereinslos.

Eine Ära in Frankreich und Magie in der Premier League

Den Großteil seiner beeindruckenden Karriere verbrachte der feine Techniker in seiner französischen Heimat. Nach seinem Profidebüt beim FC Nantes im Jahr 2005 entwickelte er sich schnell zu einem der kreativsten Köpfe der Liga. Über Stationen bei AS Saint-Étienne und LOSC Lille reifte er bei Olympique Marseille endgültig zur Kultfigur des französischen Fußballs.

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Für internationales Aufsehen sorgte der Rechtsfuß zudem auf der britischen Insel. Zwischen 2015 und 2017 verzauberte er die Fans von West Ham United in der englischen Premier League mit seinen brillanten Standardsituationen. Unvergessen bleibt dabei sein spektakulärer Freistoßtreffer gegen Crystal Palace in der Saison 2015/16, der in die Geschichtsbücher der Liga einging. Auch wenn sein streikbedingter Abgang aus London bei einigen Fans einen faden Beigeschmack hinterließ, bleibt seine fußballerische Klasse auf dem Platz unbestritten.

Bitteres EM-Finale und Ausklang in Brasilien

Im Trikot der französischen Nationalmannschaft erlebte der Mittelfeldakteur 2016 seinen sportlichen Höhepunkt. Bei der Heim-Europameisterschaft führte er die Équipe Tricolore als wichtiger Fixpunkt bis ins Finale gegen Portugal, das die Franzosen am Ende knapp verloren. In jenem Endspiel sorgte er mit einem harten Zweikampf gegen Cristiano Ronaldo für Aufsehen, der die frühe Auswechslung des portugiesischen Superstars zur Folge hatte.

Seine letzten fußballerischen Fußstapfen hinterließ der Routinier in Südamerika. Von 2023 bis 2025 trug er das traditionsreiche Trikot von Vasco da Gama. In seiner letzten Saison wurde er jedoch immer wieder von hartnäckigen Verletzungen ausgebremst und absolvierte lediglich 17 Pflichtspiele. Nun zieht er einen Schlussstrich unter seine bewegte Laufbahn und resümiert sein Fußballerleben mit den treffenden Worten: Es war eine wunderschöne Reise.

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