Der FC Barcelona richtet den Blick auf die kommende Saison und sucht fieberhaft nach einem Nachfolger für Star-Stürmer Robert Lewandowski. Da der Vertrag des polnischen Routiniers im Sommer ausläuft, rückt überraschend Vedat Muriqi vom RCD Mallorca in den Fokus der Katalanen. Der Nationalspieler des Kosovo gilt als finanzierbare und äußerst treffsichere Alternative zum eigentlichen Wunschkandidaten Julian Alvarez.

Traumkandidat Alvarez sprengt den finanziellen Rahmen

Die Verantwortlichen der Blaugrana träumen laut spanischen Medienberichten zunächst von einer Verpflichtung des argentinischen Weltmeisters Julian Alvarez. Doch der Angreifer von Atletico Madrid würde wohl eine astronomische Ablösesumme von über 100 Millionen Euro verschlingen. Angesichts der weiterhin angespannten finanziellen Lage der Katalanen ist dies ein kaum zu stemmendes Unterfangen. Zudem kassiert Lewandowski aktuell in seiner voraussichtlichen Meistersaison inklusive Boni weit über 20 Millionen Euro brutto. Eine Neuausrichtung im Sturmzentrum muss in Barcelona also auch wirtschaftlich Sinn ergeben.

Besser als die Konkurrenz: Muriqis beeindruckende Torquote

Hier kommt Vedat Muriqi ins Spiel. Der wuchtige Mittelstürmer liefert in dieser Spielzeit herausragende Zahlen. Mit 21 Treffern rangiert er in der LaLiga-Torschützenliste nur knapp hinter Superstar Kylian Mbappé. Zum Vergleich: Die von Barça ebenfalls beobachteten Atletico-Stürmer Alexander Sørloth (zehn Tore) und Alvarez (neun Ligatore) weisen in der heimischen Liga zusammen weniger Treffer auf als die alleinige Lebensversicherung der Mallorquiner. Muriqi hat sich auf der Baleareninsel längst ein sportliches Denkmal gesetzt und erst kürzlich Stürmerlegende Samuel Eto'o als Erstliga-Rekordtorschützen des Vereins abgelöst.

Abstiegsgespenst auf Mallorca könnte die Ablöse drücken

Obwohl der bullige Offensivmann noch bis 2029 vertraglich gebunden ist und eine Ausstiegsklausel in Höhe von 40 Millionen Euro besitzt, dürfte die tatsächliche Ablöse für den bald 32-Jährigen deutlich geringer ausfallen. Ein entscheidender Faktor für die Verhandlungen ist der sportliche Überlebenskampf des RCD Mallorca. Der Klub bangt mit nur zwei Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge um den Klassenerhalt in der ersten Liga.

Sollte der bittere Gang in die Zweitklassigkeit unausweichlich sein, würde Muriqis Preis drastisch sinken. Bei einem geschätzten Jahresgehalt von moderaten vier Millionen Euro wäre der treffsichere Routinier für den designierten spanischen Meister eine extrem clevere Lösung auf dem Transfermarkt. Die Katalanen wollen die sportliche Entwicklung im Tabellenkeller nun genau beobachten, bevor sie ein offizielles Angebot einreichen.

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