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Am Donnerstag, den 14. Mai, blickt die deutsche Fußballwelt nach Köln: Im Stadion in Köln-Müngersdorf treffen um 16:00 Uhr die Frauen des FC Bayern München auf den VfL Wolfsburg. In diesem hochkarätigen DFB-Pokalfinale greifen die amtierenden Münchner Meisterinnen nach dem prestigeträchtigen Double, während die „Wölfinnen“ als Rekordsiegerinnen ihre beeindruckende Pokal-Historie untermauern wollen.

Bayern München geht als klarer Favorit ins Endspiel

Die Rollen vor dem großen Showdown sind ungewohnt deutlich verteilt. Die Münchnerinnen dominieren die aktuelle Saison nach Belieben und haben die Meisterschaft bereits vorzeitig perfekt gemacht. In der Bundesliga verwies das Team aus dem Süden den ewigen Rivalen aus Niedersachsen auf den zweiten Tabellenplatz. Besonders beeindruckend: Beide direkten Duelle gingen klar an den FCB. Nach einem 3:1-Erfolg in der Hinrunde ließen die Bayern-Frauen im Rückspiel ein dominantes 4:1 folgen.

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Auch die bisherige Pokalsaison unterstreicht die weiße Weste des Favoriten. Auf dem Weg nach Köln kassierte die Mannschaft keinen einzigen Gegentreffer und fegte im Halbfinale die SGS Essen souverän mit 4:0 vom Platz.

VfL Wolfsburg setzt auf seine unangefochtene Pokal-DNA

Trotz der klaren Vorzeichen darf der VfL Wolfsburg in diesem Wettbewerb niemals abgeschrieben werden. Die Niedersächsinnen sind das absolute Nonplusultra im DFB-Pokal: Zwischen der Spielzeit 2014/15 und 2023/24 standen sie in jedem einzelnen Endspiel. Mit insgesamt elf Triumphen ist der Tabellenzweite alleiniger Rekordsieger.

Allerdings war der Weg in das diesjährige Finale deutlich beschwerlicher als der des Konkurrenten. Im Halbfinale gegen Carl Zeiss Jena musste der VfL über die volle Distanz gehen und sicherte sich das Finalticket erst durch einen knappen 5:4-Zittersieg im Elfmeterschießen. Die Münchnerinnen weisen hingegen mit nur zwei Titeln bei sechs Finalteilnahmen eine historisch ausbaufähige Endspiel-Bilanz auf, auch wenn sie im Vorjahr im Finale gegen Werder Bremen triumphierten.

Übertragung, Modus und lukratives Preisgeld

Für Fans, die keine der restlichen Karten im DFB-Ticketportal ergattern konnten, wird ein umfangreiches Medienangebot bereitgestellt. Das ZDF überträgt das Finale live im Free-TV, die Berichterstattung beginnt um 15:40 Uhr. Alternativ bietet die ARD-Sportschau eine Audio-Live-Reportage an.

Sportlich greift der klassische K.o.-Modus: Steht es nach regulären 90 Minuten unentschieden, folgt eine Verlängerung von 30 Minuten. Bleibt es auch dann beim Remis, entscheidet das Elfmeterschießen. Neben Ruhm und der begehrten Trophäe winkt den Teams auch eine stattliche Finanzspritze. Die künftigen Pokalsiegerinnen dürfen sich über eine Prämie von 150.000 Euro freuen, das unterlegene Team erhält immerhin noch 100.000 Euro. Einen direkten Startplatz für das internationale Geschäft bringt der Pokalsieg bei den Frauen im Gegensatz zu den Männern jedoch nicht mit sich.

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