Hertha BSC muss die Hoffnungen auf eine direkte Rückkehr in die Fußball-Bundesliga wohl endgültig begraben. Die Berliner kamen am Samstag beim Abstiegskandidaten Eintracht Braunschweig nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus. Bei nur noch vier ausstehenden Spieltagen und sieben Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz ist der Aufstieg für das Team aus der Hauptstadt nur noch theoretischer Natur.

Reese trifft im Nachschuss, Eichhorn fliegt vom Platz

Die Begegnung in Niedersachsen begann für die Gäste vielversprechend. Nach einem Foul von Eintracht-Schlussmann Ron-Thorben Hoffmann an Luca Schuler entschied der Unparteiische auf Strafstoß. Herthas Kapitän Fabian Reese trat an, scheiterte zunächst an Hoffmann, verwandelte den Abpraller aber in der 11. Minute sicher zur Führung. Die Alte Dame dominierte die Anfangsphase, verpasste es jedoch, den Vorsprung auszubauen. Der pfeilschnelle Flügelstürmer Reese ließ eine knappe Viertelstunde später aus kurzer Distanz das 2:0 liegen.

Die Partie kippte in der Schlussphase auf dramatische Weise. In der 73. Minute sah Hertha-Youngster Kennet Eichhorn nach einer harten Grätsche gegen Florian Flick die Rote Karte. Die numerische Überlegenheit nutzten die Braunschweiger Löwen prompt aus: Max Marie traf in der 78. Minute zum viel umjubelten Ausgleich für die abstiegsbedrohten Hausherren.

Aluminiumpech besiegelt bitteren Nachmittag für Hertha

Dabei hätten die Berliner das Spiel längst entscheiden können. Die Offensive der Hauptstädter zeigte sich spielfreudig, hatte aber gewaltiges Pech im Abschluss. Noch vor dem Seitenwechsel traf der auffällige Schuler nur das Aluminium. Auch im zweiten Durchgang fehlte das Spielglück, als Schuler nach einem temporeichen Konter den Ball wuchtig an die Latte jagte.

Auf der Gegenseite bewies Eintracht Braunschweig große Moral. Obwohl die Mannschaft in den vergangenen zehn Spielen nur einen einzigen Sieg feierte, stemmte sie sich mutig gegen die drohende Niederlage. Hertha-Keeper Tjark Ernst musste mehrfach in höchster Not retten, unter anderem gegen Lino Tempelmann und Jovan Mijatovic. Letztlich besiegelten der Platzverweis und der späte Gegentreffer das Schicksal der Berliner, während Braunschweig einen wichtigen Zähler im engen Kampf um den Klassenerhalt verbucht.

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