Bringt sich der deutsche Bundestrainer für einen Job in der Premier League in Stellung? Einem Medienbericht zufolge hat Julian Nagelsmann über seine Berater Kontakt zu Manchester United aufgenommen, um einen möglichen Wechsel nach der WM 2026 auszuloten.

Das englische Portal TEAMtalk sorgt für Aufsehen rund um den DFB: Das Magazin will exklusiv erfahren haben, dass die Berater von Julian Nagelsmann proaktiv auf die Verantwortlichen von Manchester United zugegangen sind. Ziel der Kontaktaufnahme sei es, das generelle Interesse des englischen Rekordmeisters an einer Verpflichtung des 38-Jährigen im kommenden Sommer zu hinterlegen.

ManUnited auf Trainersuche: Folgt Nagelsmann auf Amorim?

Im Old Trafford herrscht auf der Trainerbank seit Jahren Unruhe. Nach der Entlassung von Ruben Amorim Anfang Januar hat Klub-Legende Michael Carrick interimsweise das Ruder übernommen. Zwar erleben die „Red Devils“ unter dem Ex-Profi aktuell einen sportlichen Aufschwung, dennoch sondiert die Vereinsführung den Markt für eine langfristige Lösung.

Hier kommt nun der deutsche Nationaltrainer ins Spiel. Doch Nagelsmann ist nicht der einzige Bundesliga-Name auf der Liste. Berichten zufolge soll auch Niko Kovac, aktuell Cheftrainer bei Borussia Dortmund, Interesse an dem prestigeträchtigen Job in Manchester signalisiert haben. Die Konkurrenzsituation ist also durchaus prominent besetzt.

Hürden für den Wechsel: Vertragslage und WM-Turnier

Einem schnellen Engagement des ehemaligen Bayern-Coaches stehen jedoch massive Hindernisse im Weg. Zum einen sind die Entscheidungsträger bei United nach dem Scheitern von Amorim skeptisch gegenüber Trainern, die keine Erfahrung im englischen Fußball vorweisen können. Zum anderen ist die Vertragssituation beim DFB eindeutig: Nagelsmann verlängerte sein Arbeitspapier erst im Januar 2025 bis zur Europameisterschaft 2028.

Ein vorzeitiger Abschied wäre zudem logistisch komplex. Da im kommenden Sommer die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 stattfindet, könnte Nagelsmann erst mit erheblicher Verspätung in die Saisonvorbereitung seines neuen Klubs einsteigen. Ein Szenario, vor dem europäische Top-Klubs in der Vergangenheit oft zurückschreckten. Ob der DFB seinem Cheftrainer überhaupt eine Freigabe erteilen würde, bleibt das größte Fragezeichen in diesem wilden Transferspekulations-Puzzle.

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