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Bei Real Madrid bahnt sich ein spektakulärer Machtkampf an. Der 37-jährige Unternehmer Enrique Riquelme fordert den langjährigen Präsidenten Florentino Pérez heraus. Um die Fans der Königlichen für sich zu gewinnen, präsentiert der Herausforderer einen überaus ambitionierten Plan: Er verspricht die Verpflichtung von Stürmerstar Erling Haaland und Startrainer Jürgen Klopp.

Das mögliche Ende der Ära Pérez

Florentino Pérez ist in der spanischen Hauptstadt ein Synonym für puren Erfolg. In seinen Amtszeiten von 2000 bis 2006 sowie seit 2009 formte der heute 79-Jährige die gefürchteten Galaktischen und führte den Klub zu acht spanischen Meisterschaften sowie unglaublichen sieben Titeln in der Champions League. Nach einer sportlich eher enttäuschenden Saison kündigte der mächtige Klubboss jedoch an, sich vorzeitig zur Neuwahl zu stellen. Bis zum 23. Mai konnten mögliche Gegenkandidaten ihre Unterlagen einreichen.

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Nun steht fest: Pérez bekommt ernsthafte Konkurrenz. Enrique Riquelme, Präsident des Wasser- und Energiekonzerns Cox, hat seinen Hut in den Ring geworfen. Der 37-Jährige ist seit über zwei Jahrzehnten Vereinsmitglied und bringt die nötige finanzielle Schlagkraft mit, um offiziell zur Wahl zugelassen zu werden. Doch um den amtierenden Präsidenten wirklich vom Thron zu stoßen, braucht es mehr als nur Geld – es braucht eine Vision, die das Estadio Santiago Bernabéu träumen lässt.

Der Mega-Plan: Haaland und Klopp sollen kommen

Genau diese Vision liefert Riquelme laut Informationen der spanischen Zeitung El Confidencial. Der Geschäftsmann plant einen radikalen Umbruch und will den Fans bei einem Wahlsieg zwei absolute Hochkaräter präsentieren. Für die Sturmspitze hat er den norwegischen Ausnahmestürmer Erling Haaland auserkoren, der der Offensive ein neues Gesicht geben soll. Auf der Trainerbank plant der Herausforderer den ganz großen Wurf: Jürgen Klopp soll die Madrilenen wieder beflügeln.

Um seinen Ambitionen Nachdruck zu verleihen, soll der Präsidentschaftskandidat im Hintergrund bereits erste Kontakte zu beiden Personalien geknüpft haben. Es ist ein gewagtes Manöver, das ordentlich Stimmung im aufziehenden Wahlkampf macht.

Die harte Realität auf dem Transfermarkt

Trotz der vollmundigen Versprechen dürfte die tatsächliche Umsetzung dieses Plans einem sportlichen Wunder gleichen. Der norwegische Nationalspieler Haaland besitzt bei Manchester City ein langfristiges Arbeitspapier und dürfte selbst für die gut gefüllten Kassen der Spanier nur extrem schwer loszueisen sein. Die Engländer werden ihren wertvollsten Angreifer kaum kampflos ziehen lassen.

Auch die Personalie Klopp wirft große Fragen auf. Der langjährige Liverpool-Coach heuerte erst kürzlich als Global Head of Soccer im Fußball-Kosmos von Red Bull an und kümmert sich dort um strategische Aufgaben. Spekulationen über eine zeitnahe Rückkehr ins tägliche Trainergeschäft erteilte der 57-Jährige in der jüngeren Vergangenheit immer wieder eine klare Absage. Ob Riquelme am Ende wirklich Taten sprechen lassen kann oder ob es sich lediglich um lautes Wahlkampf-Getöse handelt, werden die kommenden Wochen in Madrid zeigen.

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