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Der 1. FSV Mainz 05 steht vor einem Meilenstein der Vereinsgeschichte. Mit einem 2:0-Vorsprung aus dem Hinspiel reisen die Rheinhessen am Donnerstagabend (21:00 Uhr) zum Rückspiel der Conference League zu Racing Straßburg. Dort will der Fußball-Bundesligist den erstmaligen Einzug in ein europäisches Halbfinale perfekt machen.

Volle Konzentration: Keine Angst vor dem Straßburger Hexenkessel

Die Ausgangslage für die Nullfünfer könnte vor der kurzen Auswärtsfahrt ins benachbarte Elsass kaum besser sein. Dennoch warnt Cheftrainer Urs Fischer ausdrücklich vor Leichtsinn. Er rechnet im ausverkauften Stade de la Meinau mit einem echten Feuerwerk der Gastgeber. Die klare Marschroute: Mainz will sich nicht auf dem Zwei-Tore-Vorsprung ausruhen, sondern auch in Frankreich konsequent auf Sieg spielen.

Diese offensive Grundhaltung unterstreicht auch Torhüter Daniel Batz. Der Schlussmann fordert von seinen Vorderleuten Mut und kündigt an, mit breiter Brust aufzutreten. Angst spiele in den Köpfen der Mannschaft keine Rolle, vielmehr überwiege die riesige Vorfreude auf diese einmalige Gelegenheit auf internationalem Parkett.

Erfahrung als Trumpf auf dem Weg zum Novum

Sollte der Bundesligist, der in der heimischen Liga aktuell auf dem neunten Tabellenplatz rangiert, die Hürde beim Tabellenachten der französischen Ligue 1 nehmen, winkt das Halbfinale. Dort würde mit großer Wahrscheinlichkeit der spanische Vertreter Rayo Vallecano warten, der sein Hinspiel gegen AEK Athen deutlich mit 3:0 gewann. Um diesen historischen Schritt zu realisieren, setzt das Team auf Routine. Mittelfeldstratege Dominik Kohr verweist auf den Altersdurchschnitt und die körperliche Präsenz der eigenen Mannschaft. Gefragt sei nun kompromissloser Männerfußball, um den französischen Kontrahenten den Schneid abzukaufen.

Rückenwind aus der Liga trotz jüngstem Dämpfer

Die nationale Formkurve spricht trotz eines leichten Rückschlags für einen selbstbewussten Auftritt der Gäste. Das jüngste 0:1 gegen den SC Freiburg hat die Stimmung am Bruchweg kaum getrübt. Sportdirektor Niko Bungert betonte, dass diese Niederlage das Team keineswegs aus der Bahn werfe, da der exzellente Lauf der vergangenen Wochen für sich spreche. Da der Abstiegskampf im deutschen Oberhaus so gut wie erledigt ist, können die Mainzer befreit aufspielen.

Die hohe Taktung im Saisonendspurt sehen die Akteure dabei nicht als Belastung. Stürmer Phillip Tietz genießt den Rhythmus der englischen Wochen spürbar und brennt darauf, die attraktive Auswärtsaufgabe erfolgreich zu meistern. Die Zeichen für eine magische Mainzer Europapokal-Nacht stehen ausgesprochen gut.

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