Mohamed Salah verlässt den amtierenden englischen Meister FC Liverpool zum Ende der laufenden Saison. Der 33-jährige Stürmer verkündete seinen vorzeitigen Abschied nach neun Jahren am Dienstagabend in einer emotionalen Videobotschaft bei Instagram. Die Vereinsführung der Reds bestätigte die Trennung nur wenige Minuten später in einer offiziellen Stellungnahme.

Überraschendes Ende trotz laufendem Vertrag

Der Schritt kommt für viele Experten und Anhänger unerwartet. Erst vor knapp einem Jahr hatte der Flügelspieler seinen Kontrakt um zwei weitere Jahre bis zum Sommer 2027 verlängert. Dennoch entschied sich der Ägypter nun für einen vorzeitigen Schlussstrich. Aus Respekt und Dankbarkeit gegenüber den Fans wolle er so früh wie möglich Transparenz über seine sportliche Zukunft schaffen, teilte der Klub mit. Der Stürmer selbst bezeichnete die Ankündigung als den ersten Teil seines Abschieds.

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Eine historische Ära unter Jürgen Klopp

Als der pfeilschnelle Angreifer im Jahr 2017 von der AS Rom an die Anfield Road wechselte, begann eine beispiellose Erfolgsgeschichte. Unter dem damaligen Teammanager Jürgen Klopp reifte er rasch zu einem der prägendsten Gesichter der gesamten Premier League. Die Krönung dieser Ära war der Gewinn der Champions League in der Saison 2018/19, gefolgt von der lang ersehnten Meisterschaft ein Jahr darauf sowie einem weiteren Ligatitel in der vergangenen Spielzeit.

Mit beeindruckenden 255 Toren in 435 Pflichtspielen und vier Auszeichnungen als Torschützenkönig hat sich der Linksfuß längst den Legendenstatus an der Mersey gesichert. Entsprechend emotional fielen seine Worte an die Anhänger aus: Liverpool sei nicht nur ein Klub, sondern Leidenschaft, Geschichte und eine Lebenseinstellung.

Spannungen mit Arne Slot und Saudi-Gerüchte

Wohin der Weg des Ausnahmekönners im Sommer führt, ist derzeit noch völlig offen. Zuletzt mehrten sich jedoch die Spekulationen über einen lukrativen Wechsel nach Saudi-Arabien. Vorausgegangen waren deutliche atmosphärische Störungen beim englischen Meister. Nachdem der Superstar unter dem neuen niederländischen Coach Arne Slot dreimal in Folge auf der Bank Platz nehmen musste, warf er dem Verein Anfang Dezember öffentlich vor, ihn im Stich gelassen zu haben. Trotz der anschließenden Versuche Slots, die Wogen zu glätten, hat dieses Zerwürfnis nun offenbar zur endgültigen Trennung geführt.

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