Der scheidende Abwehrspieler Niklas Süle steht bei Borussia Dortmund möglicherweise vor dem vorzeitigen Saison-Aus. Der 30-jährige Innenverteidiger erlitt bei der 1:2-Auswärtsniederlage der Schwarz-Gelben gegen die TSG 1899 Hoffenheim am Samstag eine Knieverletzung, die sein unrühmliches Kapitel im Ruhrgebiet abrupt beenden könnte.

Verdacht auf schwere Verletzung nach Ausrutscher

Das Unglück nahm gegen Ende der ersten Halbzeit seinen Lauf. Ohne gegnerische Einwirkung rutschte der Abwehrhünen bei einer Defensivaktion aus und verletzte sich am Knie. Besonders tragisch: Im Zuge der Aktion spielte der Ex-Münchner den Ball mit der Hand. Schiedsrichter Daniel Siebert entschied nach Überprüfung der Videobilder auf Strafstoß, den Andrej Kramaric zur Hoffenheimer Führung verwandelte. Süle musste den Platz umgehend verlassen.

Sport-Geschäftsführer Lars Ricken fand nach dem Abpfiff besorgniserregende Worte: „Es besteht schon der Verdacht auf eine schwere Verletzung. Er sitzt mit einer Bandage am Knie in der Kabine.“ Nun müsse der Verein die detaillierten medizinischen Untersuchungen abwarten. BVB-Trainer Niko Kovac, der dem Routinier gegen dessen Ex-Klub bewusst das Vertrauen für die Startelf geschenkt hatte, gab sich leicht optimistischer. Der Spieler habe zumindest auftreten können, was ein gutes Zeichen sei.

Tragisches Ende eines teuren Missverständnisses

Sollte sich der Verdacht auf eine strukturelle Knieverletzung bestätigen, wäre dies der traurige Schlusspunkt für den Defensivspezialisten im BVB-Trikot. Der Vertrag des 30-Jährigen läuft im Sommer aus und wird definitiv nicht verlängert. Als der wuchtige Verteidiger 2022 ablösefrei vom FC Bayern München ins Ruhrgebiet wechselte, war er als absolute Führungskraft eingeplant. Mit einem kolportierten Gehalt von bis zu 14 Millionen Euro stieg er rasch zum Spitzenverdiener auf.

Diesen massiven Erwartungen konnte der ehemalige deutsche Nationalspieler jedoch nur selten gerecht werden. Wiederkehrende kleinere Blessuren und permanente Debatten um seinen körperlichen Fitnesszustand prägten seine Zeit in Dortmund. Da der 1,95-Meter-Mann in seiner Profikarriere bereits zwei Kreuzbandrisse hinnehmen musste, ist die Sorge vor einer erneuten langen Zwangspause im BVB-Lager nun entsprechend groß.

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