Werder Bremen hat das prestigeträchtige Nordderby gegen den Hamburger SV mit 3:1 gewonnen und einen wichtigen Schritt im Abstiegskampf der Bundesliga gemacht. Gleichzeitig kassierte Borussia Dortmund eine bittere 1:2-Niederlage bei der TSG Hoffenheim, wodurch der FC Bayern München am Wochenende vorzeitig den Meistertitel feiern kann. Zudem holte der VfL Wolfsburg einen wichtigen Sieg beim historischen Debüt von Union-Trainerin Marie-Louise Eta.

Jens Stage wird zum Matchwinner im Nordderby

Im ausverkauften Weserstadion krönte sich der dänische Mittelfeldspieler zum Helden der Grün-Weißen. Vor 41.800 Zuschauern köpfte Stage die Hausherren in der 37. Minute in Führung. Zwar glich Robert Glatzel für die Gäste aus Hamburg kurz darauf per Traumtor aus, doch nach dem Seitenwechsel zirkelte Stage den Ball aus 17 Metern sehenswert in den rechten oberen Winkel. Den Schlusspunkt zum 3:1 setzte Cameron Puertas in der Nachspielzeit.

Die Schlussphase war von hitzigen Szenen geprägt: Der Hamburger Angreifer Philip Otele sah in der 79. Minute die Rote Karte. Zwar wurde ein weiterer Platzverweis gegen Bakery Jatta durch den VAR zurückgenommen, doch unmittelbar nach dem dritten Bremer Treffer sorgte eine Rudelbildung vor der HSV-Bank für Rote Karten gegen je einen Betreuer beider Teams. Durch den Heimsieg klettert Werder auf den 14. Tabellenplatz, zieht punktemäßig mit dem Erzrivalen gleich und baut ein Polster von fünf Zählern auf den Relegationsplatz auf.

BVB patzt in Hoffenheim – Meistertür für Bayern steht offen

Borussia Dortmund hat im Kampf um die Meisterschale einen herben Rückschlag erlitten. Die Schwarz-Gelben unterlagen im Kraichgau nach einem späten Drama. Andrej Kramaric verwandelte zwei Handelfmeter nach Videobeweis und sicherte den Gastgebern die drei Punkte. Besonders bitter verlief der Nachmittag für Niklas Süle: Der Innenverteidiger verletzte sich bei einem unglücklichen Sturz am Knie und verursachte im selben Moment fallend den ersten Strafstoß vor der Pause.

Zwar gelang dem eingewechselten Serhou Guirassy kurz vor Schluss noch der zwischenzeitliche Ausgleich, doch Kramaric schlug in der achten Minute der Nachspielzeit erneut vom Punkt zu. Der FC Bayern München kann nun am Sonntag im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart bereits mit einem Unentschieden die 35. Meisterschaft der Vereinsgeschichte perfekt machen.

Historisches Eta-Debüt endet mit Niederlage für Union Berlin

An der Alten Försterei schrieb Marie-Louise Eta als erste Cheftrainerin in der Geschichte der Männer-Bundesliga ein Stück Fußballhistorie. Den sportlichen Befreiungsschlag konnte sie beim Tabellenvorletzten jedoch nicht einleiten. Im ersten Spiel nach der Trennung von Steffen Baumgart unterlagen die Köpenicker dem VfL Wolfsburg mit 1:2.

Die Niedersachsen, bei denen Dieter Hecking seinen ersten Sieg als Coach feierte, trafen bereits früh durch ein spektakuläres Tor von Patrick Wimmer. Direkt nach dem Seitenwechsel erhöhte Dzenan Pejcinovic. Der VfL schöpft durch diesen immens wichtigen Auswärtssieg frische Hoffnung im engen Kampf um den Klassenerhalt.

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