DFB-Direktor Rudi Völler kontert Uli Hoeneß‘ Kritik an Julian Nagelsmann
Rudi Völler wehrt sich gegen die Aussagen von Uli Hoeneß und verteidigt die Aufstellungen von Julian Nagelsmann.
Die Diskussion um die Nummer eins im Tor der deutschen Nationalmannschaft nimmt kurz vor der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko ordentlich an Fahrt auf. Oliver Baumann zeigt sich von den Spekulationen um ein mögliches Comeback von Manuel Neuer jedoch völlig unbeeindruckt. Der Schlussmann der TSG Hoffenheim stellte am Samstag klar, dass er fest mit der Rolle als deutscher Stammtorwart für das Turnier plane.
Auch die deutliche 0:4-Niederlage seiner Hoffenheimer bei Borussia Mönchengladbach konnte das Selbstvertrauen des Keepers nicht erschüttern. Angesprochen auf den Konkurrenzkampf in der DFB-Auswahl verwies der Routinier demonstrativ auf eine interne Absprache mit dem Bundestrainer. „Ich gehe sehr selbstbewusst in die Vorbereitung und dann in die WM. Er hat mir das Vertrauen ausgesprochen. Punkt“, erklärte Baumann im Anschluss an die Bundesliga-Partie bei Sky.
Besonders brisant: Der Torhüter ließ durchblicken, dass es eine klare Zusage gegeben habe. „Ich habe meine Infos – von meinem Gespräch mit Julian. Es war ein Vier-Augen-Gespräch“, so der Hoffenheimer weiter. Damit sendet er ein unmissverständliches Signal in der zuletzt heißer gewordenen Torwart-Debatte.
Zuletzt hatten Medienberichte für reichlich Wirbel gesorgt, wonach Manuel Neuer im vorläufigen 55er-Kader stehen soll, den Nagelsmann bei der FIFA einreichen musste. Der langjährige Kapitän des FC Bayern München hielt sich zu dieser Thematik jedoch komplett bedeckt. Nach dem 5:1-Erfolg gegen den 1. FC Köln und der damit verbundenen Meisterschaftsfeier stand für den 40-Jährigen zunächst das Sportliche im Vordergrund: „Für mich ist das heute kein Thema. Heute feiern wir die Meisterschaft, nächste Woche haben wir noch eine ganz wichtige Aufgabe im Pokal.“
Dennoch verriet der Münchner, der wegen leichter Wadenprobleme im Laufe der Partie ausgewechselt werden musste, dass der Kontakt zum Bundestrainer nie abgerissen sei. Man habe das gesamte Jahr über in regelmäßigem Austausch gestanden.
Trotz der sich zuspitzenden Situation verzichtet Oliver Baumann bewusst auf eine öffentliche Konfrontation. Auf die Frage, ob er eine Nominierung Neuers als persönlichen Affront werten würde, reagierte er souverän und blockte ab: „Da kann ich nichts zu sagen. Das ist keine Frage an mich.“ Für den Schlussmann zählt nun einzig die Vorbereitung auf das große Turnier, um seinen Anspruch auf den Platz zwischen den Pfosten mit Leistung zu untermauern.
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