Alarmstimmung bei Real Madrid: Die „Königlichen“ mussten am Montagabend eine bittere 0:1-Heimniederlage gegen den FC Getafe hinnehmen. Durch die zweite Liga-Pleite in Folge wächst der Rückstand auf den Erzrivalen FC Barcelona auf vier Punkte an, während Trainer Alvaro Arbeloa zunehmend in die Kritik gerät. Nach dem frühen Aus im Pokal droht dem Rekordmeister nun eine Spielzeit ohne Trophäe.

Arbeloa gibt sich kämpferisch trotz historischer Schwächephase

Die Stimmung im Santiago Bernabéu ist am Tiefpunkt. Erstmals seit Mai 2019 kassierten die Madrilenen in La Liga wieder zwei Niederlagen am Stück. Dem 1:2 bei CA Osasuna folgte nun der nächste Rückschlag gegen den Vorstadtklub Getafe, der zuvor 18 Jahre lang nicht gegen den großen Nachbarn gewinnen konnte.

Dennoch versuchte Trainer Alvaro Arbeloa nach Abpfiff, Zuversicht auszustrahlen. „Hier gibt niemand auf. Das ist Real Madrid“, betonte der Coach trotzig. Der Rückstand auf die Katalanen, die ihre eigene Schwächephase überwunden haben und an Real vorbeizogen, sei aufholbar: „Vier Punkte Rückstand können wir aufholen, und dafür werden wir kämpfen.“

Spanische Presse zerreißt die „Königlichen“

Die Geduld der spanischen Medienlandschaft scheint jedoch aufgebraucht. Die Sportzeitung Mundo Deportivo titelte martialisch „Der weiße K.o.!“ und verglich die Chancen auf die Meisterschaft spöttisch mit einem Lottogewinn. Auch die in Madrid ansässige Marca sprach von einem „Desaster im Bernabeu“ und einer „beispiellosen Niederlage“.

Besonders bitter für den Übungsleiter: Die AS erklärte den „Arbeloa-Effekt“ bereits für beendet und stellte offen die Eignung des ehemaligen Profis infrage. Arbeloa hatte erst am 12. Januar das Amt von Xabi Alonso übernommen, startete jedoch denkbar ungünstig mit einer Pokal-Blamage gegen den Zweitligisten Albacete Balompié.

Angstgegner Manchester City wartet: Mbappé fehlt

Während in der Liga der Titelkampf schwieriger wird, wartet auf internationaler Bühne die wohl größte Herausforderung. In zwei Wochen steht das Achtelfinale der Champions League an – und der Gegner heißt Manchester City. In der aktuellen Verfassung gehen die Spanier als klarer Außenseiter in das Duell mit dem englischen Top-Team.

Erschwerend kommt hinzu, dass der Kader personell geschwächt ist. Besonders das Fehlen von Superstar Kylian Mbappé macht sich in der Offensive bemerkbar. Ohne die Durchschlagskraft des Franzosen wirkt der Angriff der Blancos oft harmlos, was die Sorgen vor einer komplett titellosen Saison weiter verschärft.

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