Der Aufstiegskampf in der 2. Bundesliga entwickelt sich zu einem wahren Thriller. Während Tabellenführer Schalke 04 und der Tabellenfünfte Hannover 96 im Saisonendspurt nur durch drei magere Punkte getrennt sind, rückt der Spielplan zunehmend in den Fokus. An der Tabellenspitze könnte die Schwere der verbleibenden Gegner das Zünglein an der Waage sein, während im Tabellenkeller neun Mannschaften erbittert gegen den Abstieg kämpfen. Besonders Hertha BSC profitiert tabellarisch von einem äußerst dankbaren Endspurt.

Schalke und Darmstadt in aussichtsreicher Position

Die Königsblauen spielen eine starke Saison und thronen aktuell auf dem ersten Platz. Trainer Miron Muslic ließ bereits nach dem Hinrunden-Remis gegen Darmstadt 98 verlauten, dass man die Fans weiterhin träumen lasse. Nach dem Rückspiel am 27. Spieltag ist die Rückkehr in die Erstklassigkeit längst greifbar. Das gilt auch für Darmstadt, dessen verbleibende Gegner einen durchschnittlichen Tabellenplatz von 9,29 belegen. Direkt dahinter folgen die Gelsenkirchener mit einem Schnitt von 9,14. Etwas schwerer haben es die direkten Konkurrenten aus Hannover (7,71) und der SC Paderborn (7,29). Am härtesten aus der Spitzengruppe trifft es die SV Elversberg, deren restliche Kontrahenten im Schnitt auf Platz 7,14 rangieren.

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Berliner Hoffnungen leben wieder auf

Für Hertha BSC schien der Zug in Richtung deutsche Beletage bereits abgefahren. Nach einer bitteren Pleite gegen Paderborn sah Trainer Stefan Leitl die Tür zum Aufstieg eigentlich schon als fest verschlossen an. Doch nach einer starken Ausbeute von zehn Punkten aus vier Partien hat sich das Blatt gewendet. Die Hauptstädter liegen nur noch sieben Zähler hinter einem direkten Aufstiegsplatz und haben ligaweit das vermeintlich leichteste Restprogramm vor der Brust (13,43). Erinnerungen an die starke Phase zwischen dem 10. und 17. Spieltag werden wach, als die Berliner 18 Punkte sammelten. Knüpft die Mannschaft an diese Form an – wie zuletzt beim deutlichen Sieg gegen Düsseldorf –, ist der Traum vom Oberhaus für die Fans noch lange nicht ausgeträumt.

Abstiegskampf: Enge Abstände und harte Gegner

Auch im Tabellenkeller, der in dieser Spielzeit bereits ab dem zehnten Rang beginnt, geht es dramatisch zu. Die Teams der unteren Tabellenhälfte trennen lediglich sieben Punkte. Die schlechtesten Aussichten hat aktuell Tabellenschlusslicht Preußen Münster. Die durchschnittliche Platzierung der Gegner liegt bei anspruchsvollen 8,14, zudem wartet das brisante Derby gegen Arminia Bielefeld. Die Ostwestfalen rangieren auf Platz 15 und haben ebenso wie der 1. FC Magdeburg ein etwas leichteres Restprogramm (jeweils 8,86). Auf dem Relegationsplatz darf Holstein Kiel bei einem Gegnerschnitt von 12,00 auf den baldigen Klassenerhalt hoffen.

Besonders hart trifft es den Karlsruher SC, der das schwerste Restprogramm der gesamten Liga bewältigen muss (5,71) – auch wenn es für die Badener sportlich um fast nichts mehr geht. Besondere Vorsicht ist dagegen für Fortuna Düsseldorf und den VfL Bochum geboten, die im engen Klassement jeden Zähler dringend benötigen, um nicht weiter in den Strudel hinabgezogen zu werden.

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