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Der FC Schalke 04 hat Eintracht Braunschweig am Sonntagnachmittag in Gelsenkirchen mit 1:0 (1:0) besiegt und krönt den bereits feststehenden Aufstieg mit der Meisterschaft in der 2. Bundesliga. Trotz der Auswärtsniederlage durften am Ende auch die Gäste aus Niedersachsen jubeln, da sie sich in einem echten Herzschlagfinale durch das Torverhältnis den direkten Klassenerhalt sicherten.

Aouchiche trifft: Schalke 04 drängt auf den Sieg

Obwohl der Aufstieg für das Team von Trainer Miron Muslic bereits seit zwei Wochen besiegelt war, zeigten sich die Hausherren vor heimischer Kulisse hoch motiviert. Nach der herben 0:3-Pleite beim 1. FC Nürnberg in der Vorwoche war der Ruhrgebietsklub auf Wiedergutmachung aus. Zwar startete die Elf von Gäste-Coach Kornetka mutig und offensiv in die Partie, um das eigene Schicksal nicht in fremde Hände zu geben, doch der Aufsteiger hielt physisch stark dagegen. Bereits in der elften Minute setzte Soufiane El-Faouzi ein erstes Ausrufezeichen, als sein satter Distanzschuss nur am Pfosten landete.

Die Entscheidung des Tages fiel in der 36. Spielminute: Moussa Sylla scheiterte zunächst mit einem Schuss aus der Drehung an einer glänzenden Parade von Eintracht-Schlussmann Ron Thorben Hoffmann. Der Abpraller landete jedoch exakt vor den Füßen des völlig freistehenden Adil Aouchiche, der aus nur fünf Metern mühelos zum 1:0-Endstand einschob.

Klassenerhalt am seidenen Faden: Braunschweig zittert sich durch

Im zweiten Durchgang drängte Braunschweig vehement auf den Ausgleich, um im unglaublich engen Abstiegskampf zusätzliche Zuversicht zu gewinnen. Die mangelnde Präzision beim letzten Pass verhinderte jedoch zählbare Erfolge für die couragiert aufspielenden Niedersachsen. Torhüter Hoffmann avancierte derweil zum sicheren Rückhalt und bewahrte sein Team in der 51. Minute mit einem spektakulären Reflex gegen einen Seitfallzieher von Sylla vor einem höheren Rückstand.

Das Bangen dauerte bis zum Schlusspfiff, da sich das Tabellenbild durch die Parallelspiele in Fürth und Bielefeld stetig änderte. Am Ende reichte es für die Braunschweiger trotz der Niederlage für ein dramatische Happy End: Mit einer Tordifferenz von minus 18 wiesen sie am Saisonende exakt ein Tor weniger auf als der Konkurrent Greuther Fürth. Während sich die Eintracht somit rettet, rutschen die Kleeblätter auf Rang 16 ab und müssen den schweren Gang in die Relegation antreten.

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