FC Arsenal scheitert im FA Cup – Alte Nervenschwäche kehrt zurück
Nach zwei schmerzhaften Pokal-Pleiten droht der FC Arsenal im Saisonendspurt erneut an den eigenen Nerven zu scheitern.
Sporting Lissabon empfängt den FC Arsenal im Viertelfinale der Champions League. Während die Buchmacher den Spitzenreiter der Premier League als klaren Favoriten sehen, rechnen sich die heimstarken Portugiesen durch ihr aggressives Pressing durchaus Außenseiterchancen aus.
Die Brust der Gastgeber könnte kaum breiter sein. Nach einer historischen Aufholjagd gegen das norwegische Team von Bodö/Glimt, bei der ein 0:3-Rückstand aus dem Hinspiel gedreht wurde, steht der Hauptstadtklub erstmals seit der Saison 1982/83 wieder in der Runde der letzten Acht des wichtigsten europäischen Vereinswettbewerbs. Mit dem Schwung dieses Husarenstücks gehen die Löwen nun in das Duell gegen die Gunners. Bei den Wettanbietern ist die Rollenverteilung dennoch klar: Die formstarken Londoner gehen als deutlicher Favorit in das anstehende Kräftemessen.
Ein Blick in die Geschichtsbücher erklärt die Einschätzung der Buchmacher. In bislang sieben Duellen auf europäischer Bühne konnte der portugiesische Meister den FC Arsenal noch nie besiegen. Vier Unentschieden und drei Niederlagen stehen zu Buche – darunter eine bittere 1:5-Heimklatsche in der vergangenen Königsklassen-Saison. Zudem lastet ein echter Fluch auf den Teams der Primeira Liga: In der Geschichte der Champions League haben portugiesische Vereine alle neun Viertelfinal-Duelle gegen Vertreter der Premier League verloren.
Doch die Gegenwart bietet durchaus taktische Ansätze für eine Überraschung. Zuletzt offenbarte das Team aus Nordlondon unerwartete Schwächen, wenn der Gegner früh anlief. Sowohl bei der Pleite im League Cup gegen Manchester City als auch beim überraschenden Aus im FA Cup gegen den Zweitligisten FC Southampton kam der Favorit mit dem hohen Pressing der Kontrahenten überhaupt nicht zurecht. Genau hier will der Cheftrainer der Grün-Weißen ansetzen. Frühes Stören im Spielaufbau und aggressives Anlaufen gehören zur festen DNA der Portugiesen.
Auch Carlos Carvalhal, Ex-Trainer von Sporting und heutiger TV-Experte, ist von einer engen Serie überzeugt. Er sieht sein ehemaliges Team keineswegs chancenlos: Sporting wird Arsenal große Probleme bereiten. Sie spielen mit viel Leidenschaft, pressen hoch und sind dann schnell im Angriff. Sie nutzen die Breite des Feldes und ihre Außenverteidiger spielen wie Flügelstürmer, analysiert der Fachmann.
Das Spiel über die Außenbahnen ist ein zentrales Element im System der Hausherren. Mit Spielern wie dem Spanier Ivan Fresneda, dem Uruguayer Maxi Araujo, dem Griechen Giorgios Vagiannidis oder dem umfunktionierten Stürmer Nuno Santos ist die Mannschaft auf den Flügeln extrem variabel besetzt. Diese taktische Flexibilität, gepaart mit der beeindruckenden Heimstärke im Estádio José Alvalade – wo man in dieser Spielzeit noch ungeschlagen ist – , soll nun den Grundstein legen, um den übermächtigen Gegner aus England ins Wanken zu bringen.
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