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Die SV Elversberg steht unmittelbar vor dem größten Erfolg der Vereinsgeschichte. Mit einem Sieg bei Fortuna Düsseldorf am kommenden Sonntag (13:30 Uhr) können die Saarländer den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga praktisch perfekt machen. Dank Ausrutschern der direkten Konkurrenz hat die Mannschaft ihr Schicksal komplett in der eigenen Hand.

Patzer der Konkurrenz ebnen den Weg

Die Ausgangslage für den Tabellenzweiten der 2. Bundesliga könnte vor dem vorletzten Spieltag kaum besser sein. Weil der SC Paderborn und Hannover 96 zuletzt über Unentschieden nicht hinauskamen, herrscht an der Tabellenspitze zwar ein punktgleiches Kopf-an-Kopf-Rennen. Der entscheidende Vorteil der Elversberger: Das deutlich bessere Torverhältnis. Ein Auswärtsdreier im Rheinland gleicht daher einem echten Matchball, bevor am letzten Spieltag das Tabellenschlusslicht Preußen Münster wartet. Cheftrainer Vincent Wagner mahnt dennoch zur vollen Fokussierung und blendet vorzeitige Feierlichkeiten aus: „Ich gehe davon aus, dass wir beide Spiele gewinnen müssen, um aufzusteigen.“

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Abstiegskampf pur: Fortuna Düsseldorf unter Zugzwang

Während die Gäste vom Oberhaus träumen, geht es für die Hausherren um die nackte sportliche Existenz. Fortuna Düsseldorf steckt als Tabellensechzehnter mit 34 Zählern tief im Abstiegskampf. Die jüngste Bilanz der Rheinländer ist alarmierend: Sechs Niederlagen aus den letzten sieben Partien unterstreichen die klare Favoritenrolle der Saarländer. Die historische Statistik spricht ebenfalls für den Aufstiegsaspiranten, der in bisher sieben Duellen nur eine einzige Niederlage einstecken musste.

SVE-Coach Wagner warnt jedoch ausdrücklich davor, das Team von Trainer Alexander Ende auf die leichte Schulter zu nehmen: „Es gibt sicherlich bessere Zeitpunkte, um gegen Düsseldorf zu spielen. Alle haben verstanden, worum es geht. Von dem her wird uns die höchstmögliche Hürde erwarten.“ Die Fortuna muss vor heimischer Kulisse hochaggressiv agieren, um im Fernduell mit Greuther Fürth, Arminia Bielefeld und Eintracht Braunschweig wichtige Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln.

Personalsituation: Bangen um Abwehr-Krieger Pinckert

Trotz des enormen Drucks im Aufstiegsrennen wirkt Vincent Wagner in der Vorbereitung extrem fokussiert, aber gelassen. Personell kann der Übungsleiter fast aus dem Vollen schöpfen. Einzig ein kleinerer Trainingsunfall sorgte unter der Woche für eine kurze Schrecksekunde: Lukas Pinckert prallte im Zweikampf mit Luca Pfeiffer zusammen. Ein Ausfall scheint jedoch unwahrscheinlich. „Wie ich Pinki kenne, unseren alten Krieger, ist der am Sonntag wieder spielfähig“, witzelte Wagner.

Die Marschroute für die historische Auswärtsfahrt ist klar definiert: Die SVE will die Druckphasen der formschwachen, aber verzweifelt kämpfenden Düsseldorfer überstehen und im Gegenzug eiskalt zuschlagen. Der unbedingte Wille zum Aufstieg ist den Saarländern anzumerken – am Sonntag können sie diesem Ziel den entscheidenden Stempel aufdrücken.

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