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Tottenham Hotspur taumelt dem Abgrund der Premier League entgegen. Nach einem enttäuschenden 2:2-Unentschieden gegen Brighton wartet Neu-Trainer Roberto De Zerbi weiterhin auf seinen ersten Sieg. Der Italiener reagiert auf die anhaltende sportliche Talfahrt mit drastischen Worten und stellt seinen Spielern im Abstiegskampf ein unmissverständliches Ultimatum.

De Zerbi greift durch: Lächeln oder nach Hause gehen

Die Lage an der White Hart Lane wird von Woche zu Woche prekärer. Während direkte Konkurrenten wie Nottingham Forest und Leeds United im Tabellenkeller punkten konnten, treten die Spurs auf der Stelle. Abhängig vom Resultat der Begegnung zwischen Crystal Palace und West Ham könnte der Rückstand auf das rettende Ufer in Kürze auf vier Zähler anwachsen. Roberto De Zerbi, der nach einer 0:1-Niederlage bei Aufsteiger Sunderland auch in seinem zweiten Spiel gegen seinen Ex-Klub Brighton sieglos blieb, nimmt nun schonungslos die Mentalität seines Kaders ins Visier.

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Der neue Übungsleiter fordert von seinen Schützlingen absolute Gefolgschaft und eine positive Grundhaltung. Wer am Montag nicht mit einem Lächeln zum Training erscheine, könne laut dem Coach gleich wieder nach Hause fahren. Er betonte vehement, dass er keine Zeit für negative Menschen oder jammernde Profis habe. Schließlich arbeite die Mannschaft in einem herausragenden Stadion für einen großen Verein und besitze die fußballerische Klasse, um in der englischen Eliteklasse Spiele zu gewinnen.

Ein Sturz in die Zweitklassigkeit historischen Ausmaßes

Sollte das aktuell noch undenkbare Szenario am Ende der Saison Realität werden, würde der zweimalige englische Meister für eine absolute Sensation sorgen. Ein Abstieg in die Championship wäre für die Nordlondoner der erste seit der Spielzeit 1977/78 und würde gleichzeitig einen bitteren Rekord pulverisieren: Die Spurs wären der wertvollste Absteiger der Fußball-Historie.

Der mögliche Absturz steht in einem krassen Kontrast zur jüngeren Vereinsgeschichte und den finanziellen Bemühungen des Klubs. Seit der Gründung der Premier League im Jahr 1992 beendete die Mannschaft die Saison 13-mal unter den besten Fünf, wurde 2017 Vizemeister und stand 2019 noch im Finale der Champions League. Trotz massiver Investitionen auf dem Transfermarkt – in den vergangenen drei Jahren gaben ligaweit nur zwei Konkurrenten mehr Geld aus – findet sich das teure Starensemble tief im Tabellenkeller wieder. Nun muss De Zerbi beweisen, dass seine harte Hand ausreicht, um das drohende Desaster abzuwenden.

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